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Tarifabschluss der IG Metall : Eine Lohnerhöhung von 2,3 Prozent, die nicht so heißen darf

Ein IG-Metaller demonstriert im Autokorso in Mainz. Bild: dpa

Der Tarifvertrag für die Metallbranche in Hessen sieht Jahresprämien statt monatliche Lohnerhöhungen vor – und das Recht für Betriebe, im Notfall Zuschläge zu streichen.

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          Rowenta in Erbach, GKN in Waldhof, Continental in Babenhausen, Bosch in Lollar, Daimler in Kassel – immer länger wurde zuletzt die tägliche Liste der hessischen Unternehmen, in denen die Gewerkschaft IGMetall Warnstreiks, Demonstrationen und Autokorsos ankündigte. 116.000 Beschäftigte in 622 Betrieben hätten sich schlussendlich in Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen an den Protesten beteiligt, rechnete die Gewerkschaft noch vor, kurz bevor es in einem Mainzer Hotel in die letzte Verhandlung mit den Vertretern der Metall- und Elektrounternehmen ging, der größten Industriebranche Hessens.

          Falk Heunemann
          Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Das scheint gewirkt zu haben: Am Mittwoch teilten der Arbeitgeberverband und die Gewerkschaft gemeinsam mit, dass man sich auf einen neuen Tarifvertrag für die 380.000 Beschäftigten der Branche in diesen vier Bundesländern – darunter knapp 220.000 in Hessen – geeinigt habe. Beide Seiten orientierten sich dabei weitgehend am Pilotabschluss in Nordrhein-Westfalen vom Montag.

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