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Frankfurter Flughafen : Al-Wazir gegen Lockerung des Nachtflugverbots

Anflug: Ein Lufthansa-Jet landet auf dem Frankfurter Flughafen Bild: dpa

Seit fünf Jahren gilt am Frankfurter Flughafen ein Nachtflugverbot. Geht es nach Verkehrsminister Al-Wazir, bleibt es auch dabei. Und er stellt Forderungen die Fluglinien.

          Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Die Grünen) lehnt eine Lockerung des Nachtflugverbots am Frankfurter Flughafen auch bei extremen Wetterlagen ab. Eine Abkehr vom seit fünf Jahren geltenden Flugverbot zwischen 23 und fünf Uhr halte er nicht für erforderlich, sagte der Minister in der Fragestunde des Landtags. Eine Änderung des Planfeststellungsbeschlusses aufgrund einer einmaligen Ausnahmesituation sei mit ihm nicht zu machen.

          Ralf Euler

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung, verantwortlich für den Rhein-Main-Teil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Zustände wie in der Gewitternacht zum 23. Juli sollten künftig auf andere Weise vermieden werden. So seien die Fluggesellschaften gefordert, Prioritäten zu benennen, wenn sie Starts für die Zeit nach 23 Uhr beantragten. Damit solle sichergestellt werden, dass Maschinen mit vielen Passagieren, vor allem auf Interkontinentalverbindungen, zuerst abgefertigt würden.

          Eine Nacht im Terminal

          Wegen eines schweren Gewitters mit Blitzeinschlägen auf dem Vorfeld und heftigen Sturmböen hatten am Abend des 22. Juli nicht alle 76 wegen des Wetters verspäteten Maschinen bis 24 Uhr starten können, nachdem die Fluggesellschaften die Genehmigung erhalten hatten, sie ausnahmsweise nach 23 Uhr abheben zu lassen. Rund 7000 Passagiere mussten wieder aussteigen, viele verbrachten die Nacht in den Terminals. Weil die Airlines Ausnahmegenehmigungen für alle ihre Flüge beantragt hätten, sei es auf den Zurollwegen zu „Verstopfung“ gekommen, sagte Al-Wazir.

          Abgeordnete der SPD hatten vorgeschlagen, das Nachtflugverbot in solchen Ausnahmesituationen flexibler zu handhaben. So wäre es aus ihrer Sicht denkbar, in derartigen Fällen noch alle Maschinen starten zu lassen, die sich um 23.30 Uhr schon auf dem Weg zur Startbahn befänden.

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