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Tag der Architektur : Nicht nur Villen

Filigran auf Stelzen: Das Vordach der Sporthalle am Schuldorf Bergstraße wird von schiefen Baumstämmen getragen. Bild: Ralf Heidenreich

Am Wochenende kann man in Hessen am Tag der Architektur in Villen und Wohnhäuser blicken. Manches der 99 Gebäude sieht so aus, als würde James Bond persönlich darin wohnen.

          Wenn an diesem Wochenende 99 Gebäude zum Tag der Architektur ihre Türen öffnen, werden die Schlangen vor Einfamilienhäusern und Villen besonders lang sein. Oft siegt die Neugier auf die Wohnverhältnisse des Nachbarn über den Sinn für Ästhetik.

          Rainer Schulze

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          In Bad Homburg hat sich ein Hausherr eine ausgefallene Wohnskulptur bauen lassen. Er verbirgt sich hinter einer geschlossenen, spitzgiebligen Front aus weißem Putz und Spiegelglas. Geschmackvoller wirkt die Villa Trautheim, die das Büro Moeve Architekten in Mühltal im Kreis Darmstadt-Dieburg entworfen hat. Hinter der Fassade aus grauen Ethernitplatten öffnet sich ein heller Wohnraum für die Familie. Von außen wirkt der dunkelgraue Bau so elegant, als wohnte dort James Bond persönlich.

          Nicht nur Wohnhäuser zu besichtigen

          Villen und Einfamilienhäuser sind allerdings nicht die Bauformen, die der Wohnungsmarkt besonders dringlich braucht. Eine Renaissance des Geschosswohnungsbaus ist besonders in Frankfurt, aber auch in einigen anderen Städten im Rhein-Main-Gebiet zu beobachten. Im Frankfurter Stadtteil Bockenheim hat der Architekt Jens-Jakob Happ einen sehenswerten Beitrag geleistet, im Europaviertel hat Michael Landes gleich mehrere Mehrfamilienhäuser entworfen, die Flächeneffizienz und Wohnqualität miteinander verbinden.

          Wohnhäuser bilden bei der Auslese der hessischen Architekten- und Stadtplanerkammer den Schwerpunkt. Aber auch andere Gebäudetypen kommen nicht zu kurz. Viele Schulen und Kitas sind unter den teilnehmenden Bauten, auch eine Unterkunft für Flüchtlinge ist dabei.

          Heraus ragen die filigrane Sporthalle von Loewer + Partner am Schuldorf Bergstraße, ein Verwaltungsgebäude von Schneider+Schumacher in Frankfurt und die neue Gestaltung des Marktplatzes in Hanau. An dessen Rand hat das Büro CNK pavillonartige Mehrzweckbauten entworfen, die mit einem Relief auf die Stadtgeschichte Bezug nehmen.

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