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Birgit Pfeiffer Bild: Maximilian von Lachner

Synode der EKHN : Erste Frau als Vorsitzende des Kirchenparlaments

  • Aktualisiert am

Im Frankfurter Dominikanerkloster befassen sich die Delegierten auch mit dem Ukrainekrieg. Kirchenpräsident Jung wirbt für „Verantwortungspazifismus“

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          Frankfurt ⋅ An der Spitze der Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) steht zum ersten Mal eine Frau. Birgit Pfeiffer ist von dem Kirchenparlament zum Präses gewählt worden. Die 61 Jahre alte Medizinerin aus Mainz, die an der Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität als Gleichstellungsbeauftragte arbeitet, setzte sich mit 59 zu 50 Stimmen gegen den Limburger Juristen Jan Löwer durch. Vier Delegierte enthielten sich. Löwer wurde anschließend zu einem ihrer Stellvertreter gewählt.

          Pfeiffer ist Nachfolgerin von Ulrich Oelschläger, der nach zwei Amtszeiten von jeweils sechs Jahren nicht wieder kandidierte. Das protokollarisch höchste Amt der EKHN wird ehrenamtlich ausgeübt. Ihre Aufgabe als Präses sei es, Debatten zu moderieren, und nicht, die Themen zu setzen, sagte Pfeiffer am Freitag. Als Beispiele nannte sie den Spar- und Zukunftsprozess EKHN 2030 oder die Friedensethik, mit der sich auch die Versammlung beschäftigte.

          Die aus 120 Delegierten bestehende Synode tagt seit Donnerstag im Dominikanerkloster in Frankfurt. Dabei stand auch eine Feierstunde anlässlich der Gründung vor 75 Jahren auf dem Programm. Ein größeres Fest ist für den 1. Oktober in Friedberg geplant, wo 1947 die Gründungsversammlung stattfand. Zum ersten Kirchenpräsidenten wählte sie damals Martin Niemöller.

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