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Aufräumarbeiten in Südhessen : Wiederaufforstung nach Sturmschäden „wird Jahre dauern“

  • Aktualisiert am

Die Feuerwehr bei einem Einsatz nach dem Unwetter in Mörfelden. Bild: Bäuml, Lucas

Schulen, Wälder, Zugstrecken: Ein Unwetter hat am Sonntagabend gewaltige Schäden in Südhessen verursacht. Die Folgen sind noch nicht beseitigt. Die Geschädigten können auf finanzielle Hilfe des Landes hoffen.

          In den Wäldern im Kreis Offenbach hat das Unwetter am Sonntag große Schäden angerichtet. Besonders betroffen sind Flächen um Langen, Dietzenbach, Rodgau-Jügesheim und Seligenstadt-Froschhausen, wie das zuständige Forstamt Langen mitteilte. Fast alle Waldwege wurden dort von umstürzenden Bäumen blockiert. Es werde Jahre dauern, bis die betroffenen Flächen wieder bewaldet und die Pflegearbeiten beendet seien, heißt es.

          Das Forstamt sei schon vor dem Unwetter damit überlastet gewesen, die außerordentlich großen Dürre- und Trockenschäden aufzuarbeiten. Mit Schildern oder Flatterband abgesperrte Wälder und Waldwege dürfe aus Sicherheitsgründen niemand betreten. Das Forstamt empfiehlt, die vom Sturm betroffenen Waldgebiete in den nächsten Wochen zu meiden. Man versuche, die Waldwege so schnell wie möglich zu räumen; dies könne jedoch Tage in Anspruch nehmen.

          Das Unwetter vom Sonntagabend hat auch an mehreren der 86 Schulen im Kreis Offenbach Spuren hinterlassen. So gingen Scheiben am Betreuungsgebäude der Alfred-Delp-Schule in Seligenstadt-Forschhausen zu Bruch; außerdem gab es Wasser- und Baumschäden. Am Montag fiel dort der Unterricht aus.

          Nach erster Bilanz wurden 21 Schulen beschädigt

          Auch an anderen Schulen in der Stadt hielten Bäume den Naturgewalten nicht stand. An der Walinusschule in Klein-Welzheim entstand Gebäudeschaden. In Rodgau wurde der Hof zweier Schulen wegen Windbruchs gesperrt. Auch andernorts in der Stadt gab es Baumschäden. Die Geschwister-Scholl-Schule in Hainhausen verzeichnete einen Gebäudeschaden, an der Albert-Schweitzer-Schule in Langen musste das Betreuungsgebäude gesperrt werden, da Gefahr bestand, dass ein gespaltener Baum auf das Gebäude stürzte.

          In Mörfelden riss der Sturm die Dächer von den Häusern – die Isolierung liegt auf der Straße.

          In Hainburg und Obertshausen zog das Unwetter ebenfalls Schulen in Mitleidenschaft und ließ Bäume umstürzen. An der der Weibelfeldschule in Dreieich stürzte ein Solarpanel vom Dach. Seit Montag wird überall repariert und aufgeräumt. Nach Angaben des Kreis Offenbach wurden nach einer ersten Bilanz insgesamt 21 Schulen beschädigt. In allen gehe der Betrieb aber weiter. Auch die Schule im Seligenstädter Froschhausen, die zunächst geschlossen geblieben war, öffnete am Dienstag.

          Wie der Einsatzleiter der Leitstelle des Kreises Offenbach der Deutschen Presse-Agentur sagte, kam es seit Sonntag zu insgesamt 1300 Einsätzen. Bis zu 850 Feuerwehrleute, seien unterwegs gewesen, um Straßen und Autos von umgestürzten Bäumen zu befreien, vollgelaufene Keller leer zu pumpen und abgedeckte Dächer zu sichern.

          Vorläufigen Schätzungen zufolge gehen die Gesamtschäden in die Millionen. Unterdessen können Privatleute und Betriebe auf finanzielle Hilfe des Landes hoffen. Der Kreis spreche mit dem hessischen Innenministerium über Unterstützung für betroffene Bürger, wie einer Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

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