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Wieder mehr Impfungen : Auch südafrikanische Virus-Variante nun in Hessen

Startbereit: Das Impfzentrum in der Frankfurter Festhalle Bild: Frank Röth

In Hessen ist erstmals die südafrikanische Coronavirus-Variante nachgewiesen worden, die womöglich besonders ansteckend ist. Die Impftermin-Vergabe geht schneller voran als zuletzt. Zwei Kreise sind von der schwarzen Warnstufe gerutscht.

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          In Hessen ist bei einem Patienten erstmals die Coronavirus-Variante B.1.351 nachgewiesen worden, die bisher vor allem in Südafrika aufgetreten und womöglich besonders ansteckend ist. Wie das Sozialministerium am Freitag in Wiesbaden mitteilte, war der Patient Ende Dezember aus Südafrika eingereist und liegt derzeit im Krankenhaus. Auch Kontaktpersonen seien positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. „Die aktuellen Fälle verdeutlichen, dass wir absehbar immer wieder neue Coronavirus-Varianten finden werden“, erklärte Sozialminister Kai Klose (Die Grünen). Diese Woche war in Hessen erstmals auch die womöglich ansteckendere Coronavirus-Variante B.1.1.7 nachgewiesen worden, die in Großbritannien verbreitet ist. Klose appellierte an die Menschen, auf alle vermeidbaren Auslandsreisen zu verzichten.

          Thorsten Winter

          Wirtschaftsredakteur und Internetkoordinator in der Rhein-Main-Zeitung.

          In Hessen kommen die Impftrupps in Altenheimen und Gesundheitseinrichtungen ausweislich der Daten des Robert-Koch-Instituts wieder schneller voran. Nach neuen Angaben des RKI sind bis Donnerstagabend 65.673 Personen in dem zentral gelegenen Bundesland geimpft worden, gut 3500 mehr als am Dienstag. Am Vortag hatten die Impftrupps weniger als 2000 geschafft und damit nicht so viele wie zuvor. Hessen fällt bei Impfungen pro Kopf gleichwohl weiter zurück. Zuletzt haben 10,4 von 1000 Personen eine vorbeugende Spritze gegen das Coronavirus bekommen. Der Bundesschnitt beträgt 11,6 von 1000 nach 10,1.

          Hessen fällt bei Impfungen zurück

          Unter den westlichen Flächenländern liegen mittlerweile Schleswig-Holstein (18,2), das schlecht aus den Startlöchern gekommene Rheinland-Pfalz (15,7) und Bayern (14) deutlich vor Hessen. Bundesweit befindet sich Mecklenburg-Vorpommern (22) an der Spitze. Auch Sachsen-Anhalt (14,5), das Saarland sowie Bremen, Brandenburg, Berlin und neuerdings Hamburg rangieren jetzt vor Hessen.

          Zum Ende der Woche kamen am Morgen auf den ersten Blick recht erfreuliche Nachrichten zur Corona-Pandemie aus Hessen. Das Robert-Koch-Institut hat über Nacht abermals weniger neue positive Tests und weniger Todesfälle im Zusammenhang mit der Pandemie verzeichnet. Nur zwei Landkreise stehen noch auf der schwarzen Warnstufe des Landes, die nächtliche Ausgangssperren und Alkoholverbote sowie einen beschränkten Aktionsradius in der jeweiligen Region bedingen kann. Allerdings stehen die gemeldeten Fälle immer noch unter einem gewissen Vorbehalt, wie der Leiter des RKI am Donnerstag deutlich machte. Er verwies auf nach wie vor nachlaufende Daten infolge eines Meldeverzugs und weniger Tests zwischen den Jahren. Dies bedinge eine gewisse Vorsicht bei der Interpretation der Fallzahlen.

          Weniger Vorsicht als Geduld gefragt ist dagegen bei dem Versuch, an einen der begehrten Impftermine für Menschen über 80 in Hessen zu bekommen. Seit Dienstag sind das Online-Anmeldeportal und die Hotline 116117 geschaltet. Die Terminvergabe verläuft zwar nicht mehr so holprig wie an den ersten Tagen. Bis Donnerstagnachmittag hat das Land gut 36.000 Impftermine vergeben, 400.000 Personen müssen versorgt werden. Allerdings geht es nach Angaben des Landes mittlerweile deutlich schneller voran nach Aufstockung der Call-Center-Kapazitäten, gleichwohl werden kuriose Pannen bekannt.

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