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Hessen vor Sturmtief „Sabine“ : Sicherheit der Schüler geht vor

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Das Wetter in Hessen soll ab Sonntagabend durch Sturmtief „Sabine“ ungemütlich werden (Archivbild). Bild: dpa

Das Sturmtief „Sabine“ trifft Hessen ab Sonntagabend mit Sturm- und Orkanböen. Mehrere Schulen und Kitas bleiben am Montag geschlossen. Hundert Flüge wurden bereits am Frankfurter Flughafen gestrichen.

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          Hessen gerät nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in das Sturmfeld des Orkantiefs, das von Schottland zur norwegischen Küste zieht. In der Nacht zum Montag greift der zugehörige Ausläufer mit Orkanböen, Gewittern und Starkregen auf Hessen über. Es werden Windgeschwindigkeiten von über 120 km/h in der Nacht zum Montag erwartet. Auch im Tagesverlauf am Montag soll es stürmisch bleiben.

          Der DWD warnte am Sonntag vor möglichen Gefahren wie entwurzelten Bäumen und beschädigten Dächern. Menschen sollten auf herabstürzende Äste oder Ziegel achten. Daher sollte ein Aufenthalt im Freien möglichst vermieden werden. Für den Regierungsbezirk Kassel gelte die Warnung ab Sonntagnachmittag 17 Uhr bis Montag 8 Uhr, im Regierungsbezirk Gießen von 18 Uhr bis 8 Uhr und im Regierungsbezirk Darmstadt von 18 Uhr bis 12 Uhr.

          Schulen lassen Unterricht ausfallen

          Schulleitungen, die den Unterricht wegen des Orkans „Sabine“ am Montag vollständig ausfallen lassen, haben dafür die Unterstützung des hessischen Kultusministeriums. Wenn die Sicherheit des Schulweges nicht mehr gewährleistet werden könne, solle eine solche Entscheidung möglichst in Absprache mit den Schulträgern gefällt werden, heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums vom Samstagabend.

          Die Eltern seien über die verabredeten Kommunikationswege vor Ort zu informieren. Grundsätzlich sei nach Möglichkeit eine Notbetreuung zu gewährleisten. Bei extremen Witterungsverhältnissen hätten grundsätzlich die Erziehungsberechtigten oder volljährige Schüler morgens zu entscheiden, ob der Schulweg für ihre Kinder zumutbar sei, so das Ministerium. „Im Fall des Fernbleibens muss die Schule informiert werden. Die Eltern sollten sich daher ständig über die aktuellen Straßen- und Witterungsverhältnisse informieren und dann abwägend entscheiden.“

          Das Ministerium beruft sich auf die Auskunft des DWD. Danach ist in ganz Hessen mit schweren Sturm- und Orkanböen zu rechnen, die ihren Höhepunkt in der zweiten Nachthälfte von Sonntag zu Montag haben und damit den morgendlichen Berufsverkehr spürbar beeinträchtigen werden. Ein weiterer Höhepunkt wird nach derzeitigen Prognosen des Deutschen Wetterdienstes im Laufe des Vormittages erwartet.

          Die Kirchberg-Schule in Herborn (Lahn-Dill) kündigte auf ihrer Website bereits an, dass der Unterricht für alle Schüler am Montag ausfallen soll. Dies geschehe, um mögliche Gefährdungen durch eventuell herabfallende Äste oder umfallende Bäume zu vermeiden. Die Mittelpunkt-Schule in Sachsenhausen hat den Unterricht für Montag ebenfalls abgesagt. Eine Betreuung für Schüler, die dennoch zur Schule kommen, werde eingerichtet. Auch in Hanau und im Main-Kinzig-Kreis bleiben alle öffentlichen Schulen, auch die Berufsschulen, am Montag geschlossen, teilte das staatliche Schulamt des Main-Kinzig-Kreises am Sonntag mit. Eine Notfallbetreuung wird eingerichtet. Ebenso bleiben die städtischen Kindertagesstätten geschlossen. Für die Kitas wird es laut einem Sprecher der Stadt Hanau keinen Notdienst geben, da „die Gefahr auf dem Weg zur Einrichtung besteht und nicht von der Betreuungssituation in der Kita ausgeht.“

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