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Erfahrungen im Erasmus : „Der große Schock kam, als ich die Vorlesungssäle sah“

  • -Aktualisiert am

Erleichterung bei der Rückkehr: In Zagreb ist Marta Palinec inzwischen als Buddy für Erasmusstudenten tätig. Bild: Caroline Becker

Als Erasmusstudent lernt Theo Friedrich an einer Wirtschaftshochschule in Zagreb eine völlig neue Lernkultur kennen. Auch der Kroatin Marta Palinec ist während ihres Gastsemesters an der Uni Frankfurt vieles unbekannt.

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          Theo Friedrich sitzt in Zagreb auf einem wackeligen Stuhl und notiert sich auf seinem Tablet die Hausaufgaben. „Wenn ihr die Theorie nicht wisst, dann werdet ihr die Klausur nicht bestehen“, mahnt der Professor nun schon zum fünften Mal. Friedrich – blauer Pullover, Brille, leicht gegeltes blondes Haar – ist eigentlich an der Uni Frankfurt eingeschrieben. Jetzt aber sitzt er in einem Raum der Zagreb School of Economics and Management, einer Privatuniversität in der kroatischen Hauptstadt. Dort verbringt er ein Erasmussemester. Vor einem halben Jahr hatte sich der 21 Jahre alte Wirtschaftsstudent dafür beworben. Um sein Englisch zu verbessern und einmal „etwas anderes zu sehen“ – und weil man solch einen Auslandsaufenthalt für die meisten Werkstudentenjobs brauche.

          Die Zagreb School liegt auf einem Hügel im Norden der Stadt. Links neben einer Kirche versteckt sich ein eisernes Tor, nicht größer als eine Gartenpforte – der Eingang zu dem kleinen Campus. Etwa 1000 Studenten lernen hier, kein Vergleich zu den fast 47.000 an der Uni Frankfurt. In den Vorlesungen, die Friedrich besucht, sitzen im Schnitt nicht mehr als 20 Leute. „Dadurch ist die Atmosphäre viel persönlicher“, sagt Friedrich. „An der Goethe-Universität bin ich eine Matrikelnummer, hier kennen die Professoren meinen Namen.“

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