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Immer weniger Ruhezeit : Nächtlicher Lärm macht krank

Leben nah an der Lärmquelle: Schlafstörungen können verheerende Folgen für den Körper und die Psyche haben. Bild: Wolfgang Eilmes

Nächtlicher Verkehrslärm kann für den Menschen gravierende Folgen haben: Forscher unter der Leitung des Mainzer Uniklinikums konnten Schäden bei Herz, Stoffwechsel und Psyche nachweisen.

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          Nächtlicher Verkehrslärm ist für Herz, Stoffwechsel und Psyche besonders schädlich. Das hat eine internationale Übersichtsstudie unter der Leitung von Medizinern des Mainzer Uniklinikums ergeben.

          Sascha Zoske

          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Wissenschaftler um Thomas Münzel und Andreas Daiber haben nach eigenen Angaben „eine Vielzahl von aktuellen Forschungsergebnissen“ inklusive der Mainzer Lärmwirkungsstudie ausgewertet.

          Demnach wächst das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wenn der Schlaf durch Lärm verkürzt oder öfter unterbrochen wird. Der Blutdruck steige, es würden mehr Stresshormone ausgeschüttet, und die Gefäße versteiften sich. Außerdem könnten Depressionen und Angststörungen auftreten.

          Gerade, wenn die Betroffenen schon länger Lärm ausgesetzt seien, zeigten sich größere Schäden an den Gefäßen. Offenbar gewöhne sich der Körper nicht an die Belastung. Die Forscher fordern daher von der Politik, die Einhaltung der Ruhezeit von 22 bis 6 Uhr durchzusetzen.

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