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Nahverkehr in Hessen : Mangel an Radwegen und Car-Sharing

  • Aktualisiert am

Mangelware: Radwege gibt es in Hessen laut Studie zu wenige Bild: Cornelia Sick

Hessen hat auch beim öffentlichen Personennahverkehr Nachholbedarf. Das weist eine neue Mobilitätsstudie aus.

          Hessen rangiert beim Radverkehr nach einer Mobilitätsstudie im Bundesvergleich auf den hinteren Rängen und hat auch beim öffentlichen Personennahverkehr Nachholbedarf. Es gebe auch in Hessen noch immer eine Dominanz des Autos mit den entsprechenden Auswirkungen auf die Lärm- und Feinstaubbelastung, sagte die Leiterin des Forschungsprojekts, Jutta Deffner, am Donnerstag in Wiesbaden. Um „die Spätfolgen jahrzehntelanger Fehlentwicklungen“ zu korrigieren, müsse es einen umfassenden Wandel der Mobilitätskultur gegeben. Die Studie wurde von der Friedrich-Ebert-Stiftung in Auftrag gegeben.

          Als Beispiele dafür nannte die Expertin vom Institut für sozial-ökologische Forschung eine Senkung der ÖPNV-Preise und einen Ausbau von Car-Sharing auch in kleineren Städten Hessens. Dazu müssten die Kommunen dann auch die entsprechenden Stellplätze zur Verfügung stellen. Helfen würde zudem eine bessere Zusammenarbeit der Kommunen bei der Siedlungs- und Verkehrsentwicklung.

          Es gebe zwar bei jüngeren Menschen in Großstädten einen Trend, dass das Auto nicht mehr so wichtig ist, erklärte der Mitautor der Studie, Konrad Götz. Dieser Mentalitätswechsel vollziehe sich aber sehr langsam. Entscheidend für einen nachhaltigen Wandel sei daher, dass die politischen Entscheidungsträger die Mobilität und den Verkehr nicht einfach dem Markt überlassen, sondern auf allen Ebenen stärker steuernd-gestaltend eingreifen, forderte Deffner.

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