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Suche nach Wohnheimplatz : 20 Quadratmeter für 711 Euro

Zufrieden: Nils Bongartz in seinem möblierten Appartement im Wohnheim „Smartments Students“. Bild: Marina Pepaj

Private Wohnheime bieten einiges an Komfort. Aber eng und laut geht es auch dort zu – und die Mieten können sich längst nicht alle Hochschüler leisten. Günstige Alternativen sind jedoch weiterhin rar.

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          Als Nils Bongartz im August sein Zimmer im privaten Studentenwohnheim „Smartments Students“ im Frankfurter Stadtteil Gallus bezogen hat, musste er nicht einmal eine Matratze mitbringen. Er musste keinen Schrank aufbauen und auch keine Lampe aufhängen. Es war schon alles da, sogar ein Schuhregal und ein Fernsehtisch. Er brauchte nur ein paar Kartons mit Anziehsachen, Küchenutensilien, seinen Laptop und Bettwäsche herbeizuschaffen, schon war er eingezogen.

          Nun sitzt Bongartz auf seiner buntgestreiften Bettwäsche und fühlt sich fast wie zu Hause, wie er erzählt. Seine Beine baumeln entspannt an der Bettkante. Er habe sich um nichts kümmern müssen, habe weder einen Telefon- und Internetvertrag noch einen Stromvertrag abschließen müssen. Das hat allerdings seinen Preis: 550 Euro zahlt Bongartz für das Zimmer, das 23 Quadratmeter groß ist. Dafür gibt es einen Hausmeister, der sein Fahrrad repariert, wenn es einen Platten hat, und er kann den Drucker mitbenutzen. „Es ist total bequem“, sagt Bongartz. Der Neunzehnjährige absolviert ein duales Studium an der FOM-Hochschule, arbeitet bei der KfW-Bank und verdient einen vierstelligen Betrag.

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