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Studenten in der Corona-Krise : Viel Zeit mit wenig Geld

Praktikum in der Landwirtschaft: Studenten, die anpacken können, sind als Spargelstecher willkommen. Bild: dpa

Weil der Nebenjob wegen der Corona-Krise weggefallen ist, geraten etliche Studenten in finanzielle Not. Doch es gibt Auswege.

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          Die Verschiebung des Vorlesungsbeginns wegen der Corona-Pandemie hat den Studenten unerwartet viel freie Zeit beschert. Doch außer der Ungewissheit, wann es mit dem Studium weitergeht, machen vielen jetzt auch finanzielle Sorgen zu schaffen. „Ich hatte bisher zwei Jobs, einen in der Gastronomie und einen in der politischen Bildung auf Honorarbasis. Durch die Corona-bedingten Schließungen fallen beide weg, und das stellt mich vor ein großes finanzielles Problem“, sagt Eric Müller, der an der Goethe-Universität Politikwissenschaft im Bachelor studiert und seinen richtigen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte.

          Bisher hat er sein Studium ausschließlich mit seinen beiden Jobs finanziert. Seit drei Wochen ist Schluss damit. „Man fühlt sich machtlos ohne Planungssicherheit, wie lange die Sperrungen bestehen bleiben und wann das Semester wieder anfängt. Ich bin ja nicht der Einzige, dem gekündigt wurde. In meinem Freundeskreis betrifft das viele Studenten. Das ist eine enorme Belastung.“ Aus der 21.Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks geht hervor, dass 68Prozent der Hochschüler neben dem Studium arbeiten gehen, 59Prozent von ihnen sind finanziell auf die Einnahmen angewiesen.

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