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Studenten expermentieren : Wenn Kleider Emotionen zeigen

Sabrina Bock und Tessa Bode experimentieren im Fenster eines Offenbacher Schuhhauses mit der Idee, dass sich Kleidung Gefühlen anpasst. Bild: Wonge Bergmann

Wie sähe Kleidung aus, wenn sie sich Gefühlen der Träger anpasste? Dieser Frage gehen studentische Experimente in Offenbacher Schaufenstern nach.

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          Was wäre, wenn sich unsere Kleidung unseren inneren Zuständen anpassen würde?“ Sabrina Bock und Tessa Bode werfen mit ihren Kleidungsexperimenten diese und andere Fragen zur Funktion und Wirkung von Kleidung auf, die im Schaufenster des Offenbacher Schuhhauses Pauthner zu sehen sind.

          Jochen Remmert

          Flughafenredakteur und Korrespondent Rhein-Main-Süd.

          Kaum abzuschätzen, was etwa im Berufsleben passieren würde, wenn die Kleidung sichtbar machte, was sonst im Verborgenen bleibt. Wie das aussehen könnte, wenn Gemütszustände und Empfindungen unweigerlich die Kleidung veränderten, wollen die beiden Studentinnen der Hochschule für Gestaltung mit ihrem Beitrag zur Schaufensterausstellung „Window Shopping“ darstellen. So könnte etwa ein schützender, wärmender langer Rock kürzer werden, wenn man Sicherheit und wohlige Wärme verspürt. Das Experiment namens „change in state“ ist eines der Exponate, die in zehn Schaufenstern der Innenstadt zu sehen sind. In der Ausstellung „Window Shopping“ bearbeiten neun Studenten des Lehrgebiets Bühnenbild/Szenischer Raum von Professorin Heike Schuppelius, Nina Zoller und Michaela Kraft künstlerisch Fragen der Herstellung, des Materials, der Lesbarkeit, der Bedeutung und der Entwicklung der Kleidung als Ausdrucks- und Kommunikationsmittel, wie es in den Erläuterungen zur Schau heißt.

          „Geist der Freiheit – Freiheit des Geistes“

          Die Ausstellung ist Teil des Projektes „Geist der Freiheit – Freiheit des Geistes“ der Kulturregion Frankfurt-Rhein-Main, und sie ist zugleich ein Beitrag zu den „Interventionen“ der Hochschule für Gestaltung. Das „Interventionen“-Projekt hat die Kunsthochschule entwickelt, weil der traditionelle HfG-Rundgang in diesem Jahr wegen der Covid-19-Pandemie und den daraus folgenden Beschränkungen ausfällt. Der erste Teil der „Interventionen“ hat begonnen und endet am 12. Juli.

          Anfang September sind weitere „Interventionen“ vorgesehen, die den jungen Kreativen der Hochschule die Möglichkeit geben, Arbeiten zu präsentieren und dem Publikum die Chance, sich damit auseinanderzusetzen. Die Arbeiten sind in Schaufenstern des Areals zwischen Kaiserstraße, Berliner Straße, Bieberer Straße/Marktplatz und Geleitstraße zu finden. Zur Ausstellung ist ein Flyer erschienen, der eine Karte enthält, in der die einzelnen Schaufenster verzeichnet sind. Der Flyer dient zugleich als Mappe für Postkarten, die die einzelnen Arbeiten zeigen und kurze Einführungstexte bieten. Die Sammelmappen liegen vor den teilnehmenden Geschäften, im Rathausfoyer sowie im Stadthaus aus.

          Zur Vorbereitung auf die Ausstellung hatte die Hochschule im Wintersemester 2019/20 ein Seminar und eine öffentliche Vortragsreihe „Kleidung, Freiheit, Identität“ veranstaltet. Dort wurden Themen wie Kleidung als religiöses oder politisches Statement, gesellschaftliche Dress- Codes und deren Überwindung sowie transkulturelle Moden diskutiert.

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