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Landeselternbeirat mahnt : Elternvertreter uneins in Debatte um Sexualerziehung

  • Aktualisiert am

Überzieher: Ein Mittel der Sexualerziehung in Schulen Bild: Picture-Alliance

Der Landeselternbeirat in Hessen sieht unter den Kritikern der Sexualerziehung „ultrakonservative Christen und nationalistische Kräfte“ am Werk.

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          In der Debatte um den neuen Lehrplan zur Sexualerziehung distanziert sich der Landeselternbeirat von Äußerungen „ultrakonservativer Christen und nationalistischer Kräfte“. Diese befürchteten eine „Frühsexualisierung der Kinder“, doch der Lehrplan biete hierfür keinerlei Anhaltspunkte, erklärte das Gremium in einer Mitteilung. Dieses Thema sei auch nicht Gegenstand der Diskussion im Landeselternbeirat gewesen.

          Vielmehr sei eine Mehrheit dafür gewesen, anstelle von „Akzeptanz“ sexueller Vielfalt „Toleranz“ als Zielvorgabe in den Plan zu schreiben. Deshalb habe der Landeselternbeirat der Änderung nach kontroverser Diskussion nicht zugestimmt. Generell betrachte das Gremium den Vorgang als abgeschlossen, da der Lehrplan nun per Ministerentscheid in Kraft getreten sei.

          Gegen den Lehrplan hat sich unter anderem die hessische AfD gewandt. Das ultrakonservative „Aktionsbündnis Ehe und Familie“ hat zudem für den 30. Oktober zu einer Demonstration unter dem Motto „Elternrecht achten - Indoktrinierende Sexualerziehung stoppen“ in Wiesbaden aufgerufen. Die Anmelderin hatte bereits unter anderem in Baden-Württemberg Stimmung gegen ähnliche Änderungen gemacht.

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