https://www.faz.net/-gzg-9na0w

Protestfahrt durch Frankfurt : Taxifahrer im Kampf gegen Uber

  • Aktualisiert am

Kampf gegen unliebsame Konkurrenz: Taxifahrer protestieren in Frankfurt gegen Uber. Bild: dpa

Bundesverkehrsminister Scheuer will den deutschen Markt für Vermittlungsportale wie Uber weiter öffnen. Taxiunternehmen sehen darin eine Gefahr für ihr Geschäft. Hunderte Fahrer haben nun in Frankfurt protestiert.

          Hunderte Taxifahrer haben in Frankfurt gegen die aus ihrer Sicht unlautere Konkurrenz privater Fahrdienste demonstriert. In einem Auto-Corso rollten am Donnerstag über 500 Fahrzeuge in die Nähe des Rathauses Römer, wo eine Kundgebung stattfand. Laut Polizei kam es dabei zu einigen Verkehrsbehinderungen, insgesamt blieb die Demonstration aber friedlich.

          Der Vorsitzende der Taxi-Vereinigung, Hans-Peter Kratz, wandte sich erneut gegen Pläne des Bundesverkehrsministers Andreas Scheuer (CSU), der den deutschen Markt für US-Vermittlungsportale wie Uber weiter öffnen will. Man könne in zahlreichen Metropolen der Welt sehen, dass es dort durch Zehntausende umherfahrende Mietwagen zu Verkehrskollaps und zusätzlicher Luftverunreinigung komme. Die Regulierung den Kommunen zu überlassen, funktioniere nicht, warnte Kratz. Sie seien schon heute nicht zu wirksamen Kontrollen der Mietwagen in der Lage.

          Die Gegenposition nahm die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) ein. Sie verlangte eine Deregulierung des Taxigewerbes und dort insbesondere die theoretisch unbegrenzte Ausgabe zusätzlicher Konzessionen. Auch die Preisregulierung durch die Städte müsse kritisch hinterfragt werden. Grundsätzlich müsse das volle Potenzial der Digitalisierung für den Individualverkehr genutzt werden, betonte der Vorsitzende des VhU-Verkehrsausschusses Jochen Knake. Spezielle soziale oder ökologische Standards seien beispielsweise wegen des branchenübergreifenden Mindestlohns nicht notwendig.

          Weitere Themen

          Bouffier schließt Mittäter nicht aus

          Mordfall Lübcke : Bouffier schließt Mittäter nicht aus

          Zum Mordfall Lübcke hat sich Volker Bouffier alarmiert gezeigt. Noch immer sei offen, ob das Verbrechen das Werk eines Einzeltäters gewesen ist. Der Ministerpräsident versprach eine vollständige Aufklärung.

          EKG für unterwegs Video-Seite öffnen

          Infarkt oder nicht? : EKG für unterwegs

          Eine App fürs Handy und ein Kabel mit Elektroden - Cardiosecur hat ein mobiles EKG entwickelt. Gründer und Geschäftsführer Markus Riemenschneider erklärt im Video, wie das Ganze funktioniert.

          Topmeldungen

          Mord an Walter Lübcke : Die alten NSU-Wunden sind noch nicht verheilt

          Die Menschen in Kassel kennen rechtsextremistischen Terror durch den NSU. 2006 wurde dort Halit Yozgat ermordet. Der Fall Lübcke weckt Erinnerungen. Wie geht die türkische Gemeinschaft damit um? Ein Besuch vor Ort.
          Edelgard Bulmahn (SPD) war von 1998 bis 2005 Bundesministerin für Bildung und Forschung (Archiv).

          Bulmahn über 20 Jahre Bologna : „Da ist etwas aus dem Ruder gelaufen“

          Edelgard Bulmahn war federführend beteiligt, als vor 20 Jahren Bachelor und Master in die deutschen Universitäten einzogen. Im FAZ.NET-Interview spricht die frühere Bildungsministerin über die Freiheit der Wissenschaft und das Humboldtsche Bildungsideal.

          Preisvergleich : So teuer ist der Nahverkehr in der Großstadt

          Der Autoclub ADAC hat die Ticketpreise für den Nahverkehr in 21 Großstädten verglichen – und dabei interessante Ergebnisse festgestellt. Fest steht: Mit Fahrrad wird es fast überall teurer.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.