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Streit an der Goethe-Uni : Der Judenstaat als „Apartheid-Regime“

  • -Aktualisiert am

Protest: Plakat auf einer pro-palästinensischen Kundgebung in Frankreich. Bild: EPA

Studenten und Politiker kritisieren, dass an der Goethe-Uni zwei Anhängerinnen der antiisraelischen Boykottbewegung sprechen sollen. Die Gastgeber jedoch verteidigen das.

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          Im Sommer 2013 hat Islah Jad an einem Treffen von rund 700 Aktivisten in Bethlehem teilgenommen. Ihr Ziel: die Kampagne gegen Israel zu verstärken, die den Judenstaat mit Boykott, Deinvestition und Sanktionen – kurz BDS – zur Änderung seiner Politik gegenüber den Palästinensern zwingen soll. In diesen Tagen hätte Islah Jad an der Frankfurter Universität einen Vortrag halten sollen. Dazu ist es bisher nicht gekommen. Doch schon die Absicht, die an der palästinensischen Bir-Zeit-Universität lehrende Genderforscherin einzuladen, hat in der Hochschule Kritik hervorgerufen.

          „Islah Jad muss als Teil jener Kräfte angesehen werden, die den Hass auf Israelis und Juden weiter anfachen“, schreibt die Deutsch-Israelische Hochschulgruppe Frankfurt in einem offenen Brief. Als Beweis führt die Gruppe unter anderem Jads Auftritt in Bethlehem an. Es gibt weitere Belege dafür, dass die Professorin die BDS-Bewegung unterstützt. 2007 hat sie sie auf der ersten Konferenz der palästinensischen BDS-Kampagne gesprochen.

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