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Steuererklärung in Hessen : Online oder auf Papier?

Für die Steuererklärung 2019 kann es jetzt knapp werden (Symbolbild). Bild: dpa

Steuerzahler geraten bezüglich der Steuererklärung für 2019 in die Bredouille. Die hessischen Finanzämter sind weiterhin geschlossen und nicht alles funktioniert wie gewohnt.

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          Für manch einen, der steuerpflichtig ist und die Erklärung für 2019 noch nicht beim Finanzamt abgegeben hat, wird es jetzt eng. Nur noch zwei Wochen hat er dafür Zeit, denn Ende des Monats endet die Frist, es sei denn, ein Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein wird engagiert.

          Petra Kirchhoff

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          In der Bredouille ob des Termins befand sich auch ein Leser, der die Steuererklärung bisher auf Papier erledigt hatte, wie er schreibt. Beim Frankfurter Finanzamt erhielt er die Auskunft, Papier werde nicht mehr geduldet. Wenig rosig schilderte der Mitarbeiter die Aussicht, sich noch rechtzeitig vor dem 31. Juli für das elektronische Steuersystem Elster zu registrieren. Steuerzahler müssen dafür einen Aktivierungscode beantragen. Der Code wird per Post zugeschickt und dies könne drei bis vier Wochen dauern, so die Auskunft.

          Weiterhin auf Papier möglich

          Am Ende war die Post dann doch schneller, und der Leser konnte alles rechtzeitig erledigen. Allerdings hätte er die Möglichkeit gehabt, eine Fristverlängerung zu beantragen, wie die Sprecherin der Oberfinanzdirektion mitteilt. Dafür sei ein formloser Antrag – schriftlich oder (falls bereits registriert) elektronisch über das Online-Portal www.elster.de – zu stellen. Der Antragsteller sollte darin kurz erläutern, weshalb die gesetzliche Frist nicht eingehalten werden könne.

          Die Sprecherin stellt klar, dass Arbeitnehmer, Rentner und Pensionäre ihre Steuererklärung auch weiterhin auf Papier abgeben können, sofern sie keine weiteren steuerpflichtigen Einkünfte haben oder nur welche aus Kapitalvermögen oder Vermietung und Verpachtung erzielen. Vordrucke würden auf Nachfrage von den Finanzämtern zugeschickt.

          Service geht online

          Im Gegensatz zu den Finanzämtern in anderen Bundesländern, in denen die Behörden zumindest zeitweise wieder geöffnet sind oder mit Termin beraten (Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg etwa) sind die 35 Finanzämter in Hessen weiterhin geschlossen. Wann die Servicestellen wieder öffnen, wird nach Angaben der Sprecherin zurzeit geprüft. Bei der Bearbeitung der Steuererklärungen gebe es keine Corona-bedingten Verzögerungen. Die Sprecherin verweist auf das Service-Angebot im Internet (www.finanzamt.hessen.de), das weiter ausgebaut worden sei. 

          Jedes Finanzamt sei auch telefonisch erreichbar. Zudem gibt es seit einem Jahr für allgemeine Steuerfragen eine Service-Hotline: 08 00/5 22 53 35. Die neue Abgabefrist Ende Juli gilt seit dem vergangenen Jahr. Damit haben Steuerzahler zwei Monate länger Zeit als bisher, im Gegenzug werden Fristverstöße jedoch strenger verfolgt.

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