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„Bundesweit einmalig“ : Modellprojekt für traumatisierte Flüchtlinge

  • Aktualisiert am

„Step-by-Step“-Angebot sei „bundesweit einmalig“: Sozialminister Stefan Grüttner Bild: Röth, Frank

Mit dem Programm „Step-by-Step“ kümmert sich das Land fortan gemeinsam mit dem Sigmund-Freud-Institut um traumatisierte Flüchtlinge. Laut Minister Grüttner hat es bundesweit Pilotfunktion.

          Ein Modellprojekt zur Betreuung von traumatisierten Frauen und Kindern unter Flüchtlingen hat das Land Hessen in Darmstadt gestartet. Das zusammen mit dem Sigmund-Freud-Institut erarbeitete „Step-by-Step“-Angebot sei „bundesweit einmalig“, sagte Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) am Donnerstag. In einer Unterkunft in Darmstadt sollen Flüchtlinge in stabilen Alltagsstrukturen ähnlich einer dörflichen Gemeinschaft die Möglichkeit haben, über schreckliche Erlebnisse zu reden.

          „Ein Trauma zerstört innere wie äußere Strukturen“, sagte die geschäftsführende Direktorin des Sigmund-Freud-Instituts, Professorin Marianne Leuzinger-Bohleber. Ohne Hilfe könnten die Verletzungen noch in der zweiten und dritten Generation zu spüren sein. In der Darmstädter Unterkunft sind rund 460 Menschen untergebracht, davon etwa 110 Frauen und fast 115 Kinder bis 14 Jahre. Es gibt dort auch einen Bereich extra für Frauen. Die meisten der Flüchtlinge kommen aus Afghanistan und Syrien.

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