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Stellenabbau : Continental-Werke in Aufruhr

  • -Aktualisiert am

Fahnen mit dem Continental-Logo wehen vor der Hauptverwaltung des Unternehmens in Hannover. Bild: dpa

Arbeitnehmer von Continental wollen sich gegen Sparpläne des Autozulieferers wehren. Die Gewerkschaft IG Metall hat zu einem Aktionstag aufgerufen. In Hessen will der Konzern mehr als 3000 Mitarbeiter entlassen.

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          Die Gewerkschaft IG Metall hat für heute die Beschäftigten aller deutschen Standorte der Continental AG und von Vitesco zur Teilnahme an einem Aktionstag aufgerufen. Hintergrund sind die Sparpläne des Autozulieferers, der allein in seinem Werk im Babenhausen bei Darmstadt 2200 Arbeitsplätze streichen möchte.

          Unter dem Slogan „Fairconti– Wir wehren uns“ soll es auch Aktionen in den hessischen Werken Frankfurt, Karben und Schwalbach geben. Unter anderem seien außerordentliche Betriebsversammlungen geplant, wie Jochen Homburg, Geschäftsführer der IG Metall Südhessen, in Darmstadt sagt. Zusätzlich werden Mitarbeiter einzelner Standorte zum Continental-Hauptsitz nach Hannover fahren. Während sich der Aufsichtsrat des Unternehmens zu einer außerordentlichen Sitzung trifft, wollen Angestellte vor der Konzernzentrale gegen angekündigte Standortschließungen und den Abbau von Arbeitsplätzen demonstrieren. Allein aus Babenhausen sollen sich drei Busse mit rund 200 Teilnehmern auf den Weg nach Hannover machen, so die Gewerkschaft.

          In Hessen beschäftigt Continental rund 12.400 Männer und Frauen, die meisten davon, 5200, am Standort Frankfurt. Das Werk in Rödelheim produziert hydraulische und elektronische Hochleistungsbremsen und beschäftigt sich mit zukunftsorientierten Techniken für autonomes und automatisiertes Fahren. Im osthessischen Karben stellen zwei Werke Elektronik und Schlauchleitungen her, dort zählt Continental 2450 Angestellte.

          In Schwalbach wird an Kraftstoffsystemen und Regeltechnik gearbeitet. Der von den angekündigten Streichungen massiv betroffene Standort Babenhausen fertigt klassische Tachometer, die als nicht mehr stark gefragt gelten. Dort plant Continental, mehr als die Hälfte der insgesamt 3600 Stellen zu streichen. Der Großteil soll in der Produktion wegfallen, außerdem stehen 450 Stellen in der Entwicklung vor dem Aus. Von dem Konzernumbau – Continental spricht von einem Sanierungsprogramm – werden in Deutschland rund 7000 von insgesamt 62.000 Beschäftigten betroffen sein. Weltweit sind 244.000 Männer und Frauen für das Unternehmen tätig, 20.000 werden die Veränderungen zu spüren bekommen.

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