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Stellenabbau in Frankfurt : Finanzplatz dürfte 3300 Banker verlieren

Bankentürme: Auch in Frankfurt wird Stellenabbau erwartet. Bild: Frank Röth

Die Helaba prognostiziert für die nächsten Jahre einen zunehmenden Stellenabbau in Frankfurt. Welche Folgen die Corona-Pandemie für die Finanzbranche hat, ist laut Experten noch nicht absehbar.

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          Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) rechnet in den nächsten Jahren mit einem zunehmenden Stellenabbau in Frankfurt. Ende 2023 dürften noch 62.200 Mitarbeiter in den Banken des Finanzplatzes beschäftigt sein, also 3300 weniger als derzeit. Das Stellenminus würde den Analysten zufolge ohne die Folgen des Brexits sogar fast doppelt so groß ausfallen. Infolge des EU-Austritts Großbritanniens müssen in London ansässige Banken ihre Präsenz in Ländern ausbauen, die weiterhin Mitglied der Europäischen Union sind. Die Helaba-Analysten gehen davon aus, dass durch den Brexit 3500 Arbeitsplätze nach Frankfurt kommen.

          Falk Heunemann
          Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Der Finanzplatz dürfte mit diesem prognostizierten Stellenverlust eine Entwicklung nachholen, die die Bankenbranche im Rest der Republik bereits seit Längerem durchläuft. Seit dem Jahr 2000 haben die Finanzinstitute knapp 60 Prozent ihrer Filialen geschlossen oder zusammengelegt. Bundesweit wurde seit 2008 mehr als jede zehnte Stelle abgebaut.

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