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Chaos an der Salzbachtalbrücke : Al-Wazir: Dauer der Sperrung unklar

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Verwaist: Der nahezu menschenleere Hauptbahnhof in Wiesbaden zur Mittagszeit am Montag Bild: Frank Röth

Die Sperrung der Salzbachtalbrücke zieht für viele Berufspendler ein Geduldsspiel nach sich. Auf einer Reihe von Straßen staut sich der Verkehr. Der Hauptbahnhof ist weitgehend abgeschnitten.

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          Angesichts des verbreiteten Verkehrschaos im Raum Wiesbaden nach der Sperrung der Salzbachtalbrücke hebt Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Die Grünen) hervor: „Sicherheit muss immer absolute Priorität haben.“ Ihm sei bewusst, dass viele Menschen in der Region in der nächsten Zeit starke Nerven brauchten, weil sie für ihren Weg zur Arbeit, Ausbildung oder Schule deutlich länger unterwegs seien als sonst. „Wir haben bereits am Samstag Kontakt mit der Autobahn GmbH aufgenommen und uns wurde versichert, dass mit Hochdruck an der Prüfung der Schäden gearbeitet wird“, erläutert der Minister. Erst wenn diese Prüfung abgeschlossen sei, werde klar sein, wie lange auch der Nordteil der Brücke gesperrt bleiben müsse.

          Wegen der Sperrung der Salzbachtalbrücke der Autobahn 66 bei Wiesbaden gab es am Montagmorgen erhebliche Verzögerungen. Aus dem Rheingau kommend bildete sich in Fahrtrichtung Frankfurt bereits ein Rückstau, sagte ein Sprecher der Polizei Wiesbaden am Montagmorgen. Aber auch in Wiesbaden mussten Verkehrsteilnehmer zum Teil sehr viel Geduld aufbringen. Zumal der Hauptbahnhof weiter weitgehend abgeschnitten ist.

          Arbeit an weiterem Verkehrskonzept

          „Wegen der gesperrten Autobahnbrücke können auch Züge den Wiesbadener Hauptbahnhof nicht anfahren“, teilte eine Bahn-Sprecherin in Frankfurt mit. „Derzeit wird mit allen Beteiligten am weiteren Verkehrskonzept gearbeitet.“ Die für die Brücke zuständige Autobahn GmbH des Bundes habe eine Steuerungsgruppe für das weitere Vorgehen eingerichtet.

          Auf ihrer Internetseite teilte die Bahn mit, dass unter anderem bis auf weiteres keine ICE-Züge im Wiesbadener Hauptbahnhof halten. Davon sind auch die Strecken unter anderem von Köln nach Mannheim betroffen - es kommt zu Umleitungen und Verspätungen. Derzeit verkehren nach Angaben der Bahn auch keine Regionalzüge und S-Bahnen, mit Ausnahme der Regionalzüge Wiesbaden- Niedernhausen-Limburg (Lahn).

          Wartestand: Kraftfahrer vor der gesperrten Salzbachtalbrücke in Wiesbaden
          Wartestand: Kraftfahrer vor der gesperrten Salzbachtalbrücke in Wiesbaden : Bild: Frank Röth

          Staus im Berufsverkehr

          Gegen 7.30 Uhr staute es sich zwischen dem Schiersteiner Kreuz und Wiesbaden-Biebrich auf einer Länge von rund zwei Kilometern. Auch auf einigen Abfahrten in Wiesbaden stockte der Verkehr bereits. Auf mehreren Hauptverkehrsadern bildeten sich am Vormittag längere Staus. Polizisten ersetzten an Kreuzungen teils die Ampeln, um den Verkehr fließender zu machen. Es gebe ein Konzept, das jeden Tag an das aktuelle Geschehen angepasst werde, sagte ein Polizeisprecher. „Es bleibt spannend die nächsten Tage.“

          „Wir beobachten die Verkehrsentwicklung heute Morgen genau und haben dazu auch einen Hubschrauber eingesetzt, um von oben schauen zu können“, berichtete der Polizeisprecher. Er gehe aber auch davon aus, dass sich viele Pendler im Rhein-Main-Gebiet auf die Sperrung eingerichtet hätten.

          Überraschend gesperrt

          Wegen entdeckter großer Risse, einer Absenkung und heruntergestürzter Betonteile war die Brücke am Freitagabend überraschend gesperrt worden. Die empfohlene weitläufige Umleitung verläuft über den Mainzer Autobahnring auf der anderen Rheinseite. Gesperrt ist auch die unter der Brücke verlaufende B263 (Mainzer Straße).

          Zudem ist der Bahnverkehr ab Hauptbahnhof Wiesbaden eingeschränkt, denn unter der Salzbachtalbrücke verlaufen die Gleise. Ab Mainz-Kastel und Wiesbaden-Biebrich fahren Ersatzbusse.

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