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Urteil gegen Drogenschmuggler : Fast 40 Kilo Kokain in Säuglingsnahrung

  • Aktualisiert am

Rund 40 Kilo Kokain im Gepäck: Lange Haftstrafe für einen Drogenschmuggler aus China. Bild: dpa

Ein Mann aus China hat versucht rund 40 Kilogramm Kokain in Säuglingsnahrung zu schmuggeln. Nun wurde der Schmuggler zu einer langen Haftstrafe verurteilt.

          Weil er mit insgesamt 38,5 Kilogramm Kokain auf dem Frankfurter Flughafen angetroffen wurde, ist ein 49 Jahre alter Chinese am Montag vom Landgericht Frankfurt zu acht Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt worden. Spürhunde hatten das in 48 Dosen als Säuglingsnahrung getarnte Rauschgift im Februar dieses Jahres erschnüffelt. Der Kurier, der das Kokain von São Paulo in seine chinesische Heimat bringen wollte, wurde noch im Transitbereich des Flughafens festgenommen. Er hatte den mit den Hinterleuten vereinbarten Kurierlohn von 7000 US-Dollar bei sich.

          Vor Gericht legte der Mann ein umfassendes Geständnis ab. Bei seinem Auftraggeber habe er sich immer wieder Geld für Flüge in seine Heimat geliehen, wo die kranken Eltern und seine von ihm getrennte Familie lebten. Zur Rückzahlung dieser Schulden habe ihn der Hintermann unter Druck gesetzt. In Brasilien habe er mit seinem Lohn als Bauarbeiter mehr schlecht als recht leben können.

          Maßgeblich für die Strafe waren die große Menge sowie der hohe Wirkstoffgehalt der Droge. Die Strafkammer lag mit ihrer Strafe noch über dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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