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Kurioses zum Schaltjahr : Rollentausch am 29. Februar

  • -Aktualisiert am

Nur alle vier Jahre Geburtstag feiern? Viele Eltern wünschen sich das nicht für ihr Kind. Bild: dpa

Als Geburtstermin ist der 29. Februar recht unbeliebt. Ob die Kliniken am Schalttag entsprechend weniger zu tun haben werden? In diesem Jahr hat der zusätzliche Tag zumindest Folgen für alle Arbeitnehmer.

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          Viele Eltern möchten offenbar nicht, dass ihr Kind an einem 29. Februar geboren wird. Darauf deuten Zahlen der Hessischen Geschäftsstelle für Qualitätssicherung hin, die detaillierte Statistiken über die Geburten in den Krankenhäusern des Landes führt. Demnach seien an den Schalttagen 2008, 2012 und 2016 in hessischen Krankenhäusern deutlich weniger Kinder per Kaiserschnitt auf die Welt gekommen als üblich, sagt Björn Misselwitz, Leiter der Geschäftsstelle. Eine Erklärung hierfür sei, dass Eltern eine Geburt ihres Kindes an einem solchen Tag möglichst vermeiden wollten und versuchten, den Termin für einen Kaiserschnitt um den 29. Februar herum zu legen.

          Insgesamt ist die Zahl der Geburten am Schalttag in Hessen seit 2008 aber leicht gestiegen, wie Daten des Statistischen Landesamts zeigen. 2008 wurden 100 Kinder an dem seltenen Datum geboren, 2012 waren es 124 und 2016 dann 141. Hierbei ist aber mehr von einer Laune der Natur auszugehen als von einem Trend: „In Hessen werden am Schalttag nicht signifikant mehr oder weniger Kinder geboren als an allen anderen Tagen“, sagt Misselwitz.

          Schalttag verursacht mehr Werktage

          Wegen des 29. Februars verschieben sich in diesem Jahr zwei Feiertage auf das Wochenende: der Tag der deutschen Einheit und der zweite Weihnachtsfeiertag. Das Ärgerliche aus Arbeitnehmersicht: Ohne den Schalttag wären sie auf einen Freitag gefallen. Insgesamt ergeben sich durch den 29. Februar in diesem Jahr drei zusätzliche Arbeitstage.

          Für die Konjunktur könnte sich diese Konstellation lohnen: Die drei zusätzlichen Werktage könnten mehr als ein Drittel des gesamten, für 2020 bisher prognostizierten Wirtschaftswachstums ausmachen – genauer gesagt 0,4 von 1,1 Prozent. Das geht aus dem Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung hervor.

          In der Nacht vom 30. April zum 1. Mai ziehen eigentlich junge Männer los, um ihrer Angebeteten einen Maibaum aufzustellen oder ein Maiherz aufzuhängen. So verlangt es der Brauch. Im Schaltjahr werden jedoch die Rollen getauscht: Dann sind die Frauen an der Reihe.

          Der deutsch-französische Kultursender Arte macht den Schalttag zum „Ein-Schalttag“: Die Zuschauer waren aufgerufen, über das Samstagsprogramm abzustimmen. Für jeden Programmplatz standen drei Optionen zur Auswahl. Zuschauer konnten sich bis Freitagabend für ihre Favoriten entscheiden.

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