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Streit in Frankfurt : „Offene Feldschlacht“ um Zukunft der Städtischen Bühnen

Zukunft ungewiss: Wie bei einer Sanierung oder einem Neubau der Häuser vorgegangen wird, bleibt unklar. Bild: dpa

In der Frankfurter Koalition besteht Unmut über die Terminplanung der Kulturdezernentin. Ein Neubau wäre günstiger als die Sanierung der Häuser.

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          Über die Zukunft der Städtischen Bühnen in Frankfurt wird von Donnerstag an „in offener Feldschlacht“ zwischen den Fraktionen der schwarz-rot-grünen Koalition gerungen werden. Diese Einschätzung ist sinngemäß von maßgeblichen Mitgliedern des Römer-Bündnisses zu hören. Es sei nicht mehr damit zu rechnen, dass man sich vor der Kommunalwahl im Frühjahr 2021 auf eine gemeinsame Linie werde einigen können. Vermutlich werde die Koalition sich nicht einmal darauf verständigen, welche vertieften Untersuchungen etwa zu möglichen neuen Standorten und zu eventuell notwendigen Interimsspielstätten anzustellen wären. „Alles dürfte bis zum Sommer 2021, wenn sich eine neue Koalition gebildet haben wird, ruhen“, prophezeit ein Dezernent.

          Matthias Alexander

          Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Anlass für diese Prognose ist das Prozedere, das Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) am Dienstag in der Koalitionsrunde angekündigt hat. In dieser Runde treffen sich immer dienstags die Spitzen der Koalition. Den Teilnehmern teilte Hartwig nach Informationen dieser Zeitung lediglich mit, dass sie am Donnerstag die Öffentlichkeit über die Kosten der verschiedenen Planungsvarianten für die Städtischen Bühnen informieren werde. In den vergangenen Monaten hat die Stabsstelle Zukunft der Städtischen Bühnen vertiefte Kostenschätzungen für die Sanierung der Theaterdoppelanlage am Willy-Brandt-Platz und für verschiedenen Neubauvarianten ermittelt.

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