Bußgeld für das Blumengießen
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Eine Frau in Hannover gießt ein Blumenbeet. Bild: dpa
Kommunen legen ihren Bürgern nahe, mit der kostbaren Ressource Trinkwasser schonender umzugehen und nicht an heißen Tagen auch noch den Rasen zu sprengen. Die Frage ist, ob die Appelle fruchten.
Mit Hitze und Trockenheit steigt auch der Wasserverbrauch im Rhein-Main-Gebiet. So war es bisher in der Regel. Es wird dann mehr geduscht, der Pool gefüllt und nachts der Rasensprenger angestellt. In den lang anhaltend heißen Sommern 2018 und 2019 registrierte der regionale Wasserversorger Hessenwasser denn auch Rekordwerte. Der bisherige Spitzenverbrauch wurde am 26. Juni 2019 erreicht, als an einem einzigen Tag 426.000 Kubikmeter Trinkwasser durch die Leitungen nach Darmstadt, Frankfurt und Wiesbaden sowie in die benachbarten Kreise flossen. So viel wie nie zuvor. Im Jahr zuvor lag der Verbrauch mit rund 418.000 Kubikmetern leicht darunter.
Da die Temperaturen dieser Tage rekordverdächtig sind, könnte die Region auch beim Wasserverbrauch neue Spitzenwerte erreichen. Nach Angaben von Hubert Schreiber von Hessenwasser zeichnet sich diese Entwicklung nicht so eindeutig ab, wie es zu erwarten wäre. Der bisherige Spitzenwert in 2022 wurde in der vergangenen Woche, am 13. Juli, gemessen und liegt deutlich unter der 400.000-Kubikmeter-Marke. Es könnte also sein, dass die Appelle zum Wassersparen tatsächlich erhört werden.
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