Stadtplanung :
Dezernat will Architektenwettbewerbe für Frankfurts neue Mitte

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Spitzdächer für die geplanten Neubauten auf dem Areal des Technischen Rathauses in Frankfurt: Darauf bestehen sowohl die CDU als auch Grüne und FDP. Die SPD-Fraktion dagegen hat sich noch nicht festgelegt und will über dieses Thema erst noch beraten.

Spitzdächer für die geplanten Neubauten auf dem Areal des Technischen Rathauses in Frankfurt: Darauf bestehen sowohl die CDU als auch Grüne und FDP. Die SPD-Fraktion dagegen hat sich noch nicht festgelegt und will über dieses Thema erst noch beraten. Der Siegerentwurf des Architektenbüros KSP Engel und Zimmermann für Frankfurts neue Mitte - der Flachdächer vorsieht - wird aller Wahrscheinlichkeit nach auch in anderen Punkten noch Änderungen erfahren. Schon bei der Bekanntgabe des Wettbewerbsergebnisses am vergangenen Freitag hatte Planungsdezernent Edwin Schwarz (CDU) klargestellt, daß nicht zu einhundert Prozent nach den vorgelegten Plänen gebaut werden wird.

Am Dienstag hat das Dezernat auf Anfrage mitgeteilt, daß für die einzelnen Gebäude - also für das Hotel neben dem Haus am Dom, für den Wohnkomplex an der Braubachstraße, für das dreieckige Bürogebäude mit der Spitze zum Rathaus Römer und für das Haus über dem archäologischen Garten - jeweils gesonderte Architektenwettbewerbe ausgeschrieben werden sollen. Man wolle keinen architektonischen Einheitsbrei, hieß es im Dezernat: "Die Einzelgebäude sollen als Einzelgebäude erkennbar sein."

CDU-Fraktionschef Uwe Becker pocht auf eine deutliche Überarbeitung des Siegerentwurfes und verlangt eine größtmögliche Anlehnung an die Altstadt vor ihrer Zerstörung. Auch Lutz Sikorski, Fraktionsvorsitzender der Grünen, spricht sich für eine kleinteilige Struktur aus, welche das historische Vorbild aufnehme. Er rechnet damit, daß die geplante Überbauung des archäologischen Gartens Diskussionen hervorrufen werde. FDP-Fraktionschef Volker Stein verweist auf die Anregung der Jury, den Krönungsweg nicht auf den Turm des Doms, sondern weiter nördlich auf dessen Eingang zulaufen zu lassen. Ferner solle das geplante Hotel bis zur Braubachstraße hin reichen.

Interessierte Bürger können sich bei einem Besuch des Historischen Museums selbst ein Bild vom Siegerentwurf sowie allen anderen Wettbewerbsbeiträgen machen. Die Arbeiten sind dort bis zum 9. Oktober zu sehen. Planungsdezernent Schwarz will am Montag den Planungsausschuß über seine Absichten unterrichten. (rieb.)