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Missstände in Seniorenheimen : Staatsanwaltschaft prüft Pflegemängel

  • Aktualisiert am

Verdacht auf Misshandlungen: Die Staatsanwaltschaft überprüft gravierende Missstände in Seniorenheimen. Bild: dpa

Es geht um vorsätzliche Körperverletzung und Misshandlungen von Schutzbefohlenen: Die Mainzer Staatsanwaltschaft überprüft Seniorenheime in Wiesbaden und Mainz.

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          Die Mainzer Staatsanwaltschaft prüft mutmaßliche Missstände in Seniorenheimen in Mainz und Wiesbaden. Es gehe um einen Anfangsverdacht vorsätzlicher Körperverletzung oder der Misshandlung von Schutzbefohlenen, einen Anfangsverdacht der Freiheitsberaubung sowie der gefährlichen Körperverletzung, teilte die Leitende Oberstaatsanwältin Andrea Keller am Dienstag auf Anfrage mit. Sie legt einen Bericht der „Allgemeinen Zeitung“ aus Mainz vom 28. März zugrunde, in dem ein Mitarbeiter eines Seniorenheims anonym von Mängeln berichtet. Die Zeitung berichtete am Dienstag von der Prüfung durch die Strafbehörde.

          Ob es um Strafrecht geht, nimmt die Staatsanwaltschaft in mehreren Fällen unter die Lupe: Pfleger in einem Mainzer Heim sollen demnach mit Urin vollgesogene Handtücher nicht gewechselt haben. In einem Heim in Wiesbaden sollen Pfleger einen Bewohner ohne Beschluss fixiert haben. Außerdem sollen nicht zugelassene Medikamente sowie an Zuckerkranke eine Überdosis Insulin verabreicht worden sein. Bisher stünden aber weder handelnde Personen noch die Einrichtungen fest. Das Landesamt für Soziales Rheinland-Pfalz hatte den Bericht an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet.

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