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Staatliche Förderbank : KfW will näher an ihre Kunden heran

  • -Aktualisiert am

Das alte Logo wird vom KfW-Gebäude entfernt. Bild: dpa

Mit neuem Markenauftritt und einer Vertriebsoffensive im Internet will sich die staatliche Förderbank KfW bekannter machen. Sie wächst und wächst.

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          Schnickschnack und Schnörkel brauche man jetzt nicht mehr, findet Ulrich Schröder. „Wir sind die KfW, wir sind selbstbewusst und stark“, sagte der Vorstandsvorsitzende der staatlichen Förderbank gestern während der Bilanzpressekonferenz - das alles soll das neue Logo symbolisieren, das er aus diesem Anlass vorstellte. Die Bildmarke mit den blauen und orangefarbenen Punkten ist verschwunden, aus der KfW Bankengruppe ist nun „KfW - Bank aus Verantwortung“ geworden, wobei die Buchstabenfolge ein bisschen aussieht wie mit Schablone auf einen Kaffeesack gemalt.

          Tim  Kanning

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Nach und nach soll das alte Logo nun verschwinden und durch das neue ersetzt werden. Vom Dach der Gebäude an der Bockenheimer Landstraße in Frankfurt ist es schon entfernt worden, der Ersatz soll bis zum Sommer montiert werden. Ein Jahr lang haben mehrere Mitarbeiter des Hauses gemeinsam mit der Agentur Metadesign an dem neuen Markenauftritt gearbeitet, der Slogan ist ebenfalls aus einer Mitarbeiterbefragung hervorgegangen.

          Weiteres Großprojekt mit der Energiewende

          Der überarbeitete Markenauftritt ist einer von mehreren Schritten, mit denen Schröder die Förderbank näher an ihre Kunden heranbringen möchte. In diesem Jahr soll der Internetauftritt ausgebaut werden. Schon der Neustart der Seite im vergangenen Jahr habe zu einer Verdoppelung der Klicks geführt, sagte Schröder gestern. Die wichtigsten Förderprogramme sollen dort nun so erklärt werden, dass potentielle Kunden sich selbst informieren könnten und dann direkt bei ihrer Hausbank nach bestimmten Fördermitteln fragen. Denn weiterhin soll das Geld der KfW nur als Ergänzung der herkömmlichen Finanzierungen von Banken und Sparkassen dienen. Auch mit den Kreditinstituten will die KfW über das Internet besser kommunizieren, damit die Bankberater besser Bescheid wissen über die Fördergelder, die sie den Kunden weiterreichen können. Heute seien diese Infobroschüren häufig noch „Schwarten, gegen die die Bibel ein Pixi-Buch ist“, sagte Schröder gestern.

          2011 übertraf die Bank ihr ursprünglich geplantes Fördervolumen mit 70,4 Milliarden Euro um 4,4 Milliarden. Knapp ein Drittel des Geldes floss in Umwelt- und Klimaschutzprojekte. Vier von fünf Windkraftanlagen in Deutschland wurden mit Mitteln der KfW finanziert, 40 Prozent der Photovoltaikanlagen.

          Mit der Förderung der Energiewende hat die KfW also ein weiteres Großprojekt gewonnen. Die Bilanzsumme ist 2011 um zwölf Prozent gestiegen auf knapp 500 Milliarden Euro. Fast entschuldigend sagte Schröder zu dem stetigen Zuwachs: „Wir streben kein Bilanzsummenwachstum an, können es aber auch nicht verhindern.“ Das staatliche Institut ist längst die drittgrößte Bank in Deutschland, hinter Deutscher Bank und Commerzbank, und die zweitrentabelste, wie Schröder nicht ohne Stolz sagte. Der Konzerngewinn 2011 von knapp zwei Milliarden Euro sei nach dem Rekordgewinn des Vorjahres der zweitbeste in der Geschichte der Bank. Ähnlich wie die Bilanzsumme wächst auch die Zahl der Mitarbeiter seit Jahren. Allein seit 2009 hat sich die Belegschaft von 4580 auf nun knapp 5000 Frauen und Männer vergrößert. Knapp die Hälfte arbeitet in Frankfurt.

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