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Eintracht Frankfurt : Defensive Defizite

Unzufrieden: Eintracht-Trainer Adi Hütter ärgerte sich nach dem Spiel gegen Augsburg, dass man „mit null Punkten nach Hause fahren muss“. Bild: dpa

Der Start in die Bundesliga hätte für die Eintracht besser laufen können. Die vergangene Saison ist keine Garantie dafür, dass es so auch in diesem Jahr so erfolgreich weitergeht.

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          Zwei Heimsiege, zwei Auswärtsniederlagen: Für die Eintracht hätte der Start in die Bundesliga besser laufen können. Schon beim 1:2 in Leipzig gab es Chancen, nicht als Verlierer vom Platz zu gehen. Ein ähnliches Bild bot sich nun auch in Augsburg, wo das Missverhältnis von Aufwand und Ertrag die Stimmung ein wenig trübte.

          Trainer Adi Hütter ärgerte sich, dass man „mit null Punkten nach Hause fahren muss“. Null Punkte in Augsburg – das ist seit Jahren eher die Regel, sieht man einmal von dem ersten Sieg überhaupt ab, der der Frankfurter Mannschaft in der zurückliegenden Spielzeit glückte.

          Die Konzentration hat gefehlt

          Der latent im Raum schwebende Verdacht, die Spieler könnten mit ihren Gedanken schon beim großen Europa-League-Abend gegen Arsenal gewesen sein, ließ sich nicht erhärten. Doch der Eindruck war untrüglich: Die Eintracht hat es an der hundertprozentigen Konzentration missen lassen.

          Dass die Mannschaft vom Anpfiff an gehörig unter Druck geriet, lag nicht nur an der taktischen Ausrichtung, sondern auch an der letzten fehlenden Konsequenz der Abwehrspieler. Die Augsburger konnten ihr Glück kaum fassen, dass sie mehrmals leichtfüßig durch den Frankfurter Defensivblock kamen. Da gilt es im Hinblick auf Donnerstag dringend nachzubessern und Justierungen vorzunehmen.

          Die Eintracht und die Europa League. Nach dem Geplänkel der Vorwochen, als sich die Hütter-Elf in drei Qualifikationsrunden erst die Spielberechtigung für die Gruppenphase erarbeiten musste, geht es jetzt wirklich richtig los. Und gleich mit einer großen Hausnummer, denn nicht nur für Coach Hütter ist das Londoner Millionen-Ensemble der Favorit der Gruppe F. Spiele abseits des Kerngeschäfts Bundesliga behagen der Eintracht ganz besonders. Dass die Mannschaft in der vergangenen Saison alle sechs Gruppenspiele gewann, war einzigartig. Es ist aber noch lange keine Garantie, dass es auch im Jahr des Umbruchs schnurstracks so weitergeht.

          Der Sturm muss zu einer Formation werden

          Das Spiel in Augsburg hat deutlich vor Augen geführt, dass von der einstigen Herrlichkeit im Sturm derzeit nicht sonderlich viel zu sehen ist. Die neu zusammengestellte Angriffsreihe, ergänzt um den Niederländer Bas Dost und den Portugiesen André Silva, muss sich erst noch nachhaltig finden und zu einer schlagkräftigen Formation bilden.

          Silva, mit großen Hoffnungen und Ambitionen aus der italienischen Mode-Kapitale Mailand in die deutsche Finanz-Hauptstadt Frankfurt gekommen, hat in Augsburg einen ersten Eindruck von dem gewonnen, was zukünftig die Regel sein wird. „Ich habe vorab ein paar Spiele im Fernsehen gesehen“, sagte Silva nach dem 1:2 beim FCA. „In der Bundesliga herrscht eine hohe Intensität.“ In der Europa League, zumal der Gegner Arsenal heißt, auch. Silva muss sich steigern – und mit ihm der Rest seiner neuen Frankfurter Spielkameraden.

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