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Mainz 05 : Sprungbrett für Franzosen

À la française: Mainz-05-Sportvorstand Rouven Schröder (rechts) verpflichtet gerne Talente wie Jean-Philippe Mateta Bild: Mainz 05

Mainz 05 sucht seit geraumer Zeit vornehmlich im Land des neuen Fußball-Weltmeisters nach Verstärkungen. Der französische Weg ist finanziell schon ein voller Erfolg. Ein Kommentar.

          Das französische Wort „tremplin“ dürfte sich der Mainzer Sportvorstand Rouven Schröder für seine häufigen Verhandlungen mit französischen Spielern und deren Beratern bereits gemerkt haben. Denn unter französischen Talenten, die sich in der Hierarchie im Land des neuen Fußball-Weltmeisters hinter den ähnlich jungen Ausnahmebegabungen wie Mbappé, Tolisso oder Coman einreihen müssen, genießt der Bundesligaverein Mainz 05 eine gewisse Reputation eben als Sprungbrett – französisch: tremplin.

          Abdou Diallo hat das in diesem Sommer bestätigt, indem der Verteidiger nach nur einem überzeugenden Jahr zu Borussia Dortmund und somit zu einem Champions-League-Klub gewechselt ist. Jean-Philippe Gbamin dürfte spätestens im kommenden Jahr der Absprung nach oben gelingen. Und genau dieses Ziel haben nun auch die nächsten französischen Zugänge wie Jean-Philippe Mateta und Moussa Niakhaté. Sie wollen sich dank der Spannkraft des Mainzer Sprungbretts für Spitzenklubs in Europa empfehlen.

          Schröder hat mit dem französischen Weg ein lohnendes Geschäftsmodell entwickelt: Mainz schöpft aus dem reichlich ausgestatteten französischen Pool an Talenten Spieler ab, die es noch nicht zu den französischen Spitzenklubs in Paris, Lyon oder Marseille schaffen und für die Auslandserfahrung in der Bundesliga als Karrierebeschleuniger dienlicher erscheint als Spielzeit in der unterhalb der Spitze mittelmäßigen französischen Ligue 1.

          Bislang haben beide Seiten profitiert, die Spieler haben ihren Marktwert gesteigert, der Klub generiert die für die Finanzierung der Bundesligamannschaft unerlässlichen Transferüberschüsse. Die neue Spielzeit wird mit womöglich drei französischen Stammkräften in der Mainzer Startelf in jedem Fall „à la française“ sein. Dass dieser Stil derzeit sehr erfolgreich sein kann, weiß die Fußballwelt seit gut einer Woche ziemlich genau.

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