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3:1 gegen Düsseldorf : Schnellstes Tor und früher Klassenverbleib für Mainz

Mainz wie es siegt und lacht: Der FSV sichert sich gegen Düsseldorf den Klassenverbleib. Bild: dpa

Mit einem Heimsieg bucht der FSV ein weiteres Jahr in der Bundesliga. Mainz besiegt Düsseldorf mit 3:1. Dabei ragt vor allem ein Spieler mit zwei Toren gegen die Fortuna, die einen Elfmeter verschießt, heraus.

          36 Sekunden dauerte es nur bis zur schnellsten Führung in einem Spiel dieser Bundesligasaison. Torjäger Jean-Philippe Mateta erzielte den Treffer nach einer Hereingabe von Karim Onisiwo für Mainz 05 gegen Fortuna Düsseldorf. Für die Rheinhessen gab es aber noch einen wichtigeren Anlass zum Jubeln: Nach zwei schwierigen Spielzeiten der Abstiegskämpfe bis in die Schlussphase der Saison hinein haben sie nach dem 3:1-Sieg bereits vier Spieltage vor Saisonende den Klassenverbleib auch rechnerisch schon sicher bei nun 15 Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz. Onisiwo (67.) und abermals Mateta (87.) entschieden die Partie für ihre Mannschaft, nachdem zwischenzeitlich Dodi Lukebakio den Ausgleich für Düsseldorf erzielt hatte (19.). Der Düsseldorfer Torschütze vergab nach gut einer Stunde die größte Chance zur Führung. Lukebakio setzte einen nach Videoassistentenhinweis verhängten Handelfmeter an den Pfosten.

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          Die Mainzer erfüllten somit die Vorgabe ihres Trainers Sandro Schwarz, der in der Woche gefordert hatte, den „Deckel draufzumachen“ auf eine Spielzeit, die den Mainzern sehr viel Ruhe gegönnt hat und nicht gar zu sagen Langeweile nach vielen Jahren, in denen es fast immer bis zum letzten Spieltage um Abstieg oder die Qualifikation für die Europa League ging. „Es fühlt sich gut an, so den Klassenerhalt zu schaffen und viele glückliche Menschen im Stadion zu sehen. Das war unser Auftrag, deshalb sind wir sehr froh darüber“, sagte Schwarz nach dem Spiel. „Ich gratuliere ganz herzlich zum Klassenerhalt und der Arbeit der vergangenen Jahre. Mainz ist für mich schon eine Art Vorbild – deswegen freut es mich, dass wir auch im nächsten Jahre wieder gegeneinander spielen werden“, sagte der Düsseldorfer Coach Friedhelm Funkel.

          Gegen die Fortuna brachte die Aussicht auf das Erreichen des Ziels immerhin etwas Spannung in eine Begegnung zweier Teams, für die es um nichts mehr geht. Der Klassenverbleib des Aufsteigers aus Düsseldorf war schließlich bereits seit einer Woche endgültig gesichert. Immerhin 29.000 Zuschauer kamen vielleicht auch deshalb ins Stadion, was den leichten Aufwärtstrend beim zuvor kriselnden Zuschauerzuspruch in Mainz bestätigt. Die Fans mussten aber auch nicht lange auf gute Unterhaltung warten: Onisiwo war nach kaum einer halben Minute durch einen Pass von Jean-Paul Boetius so mustergültig freigespielt worden, dass er Mateta problemlos den Ball für den schnellsten Treffer der Saison auflegen konnte. Der Düsseldorfer Verteidiger Marcin Kaminski leistete freilich auch unfreiwillig Hilfe, indem er den Pass von Boetius höchst ungeschickt passieren ließ.

          Die Mainzer ließen sich durch die frühe Führung bei besten Fußballtemperaturen freilich dazu verleiten, etwas zu leichtsinnig und nahezu arrogant aufzutreten. Diese Nachlässigkeiten brachten den Gegner zurück ins Spiel. Torhüter Florian Müller verhinderte nach 14 Minuten noch den Ausgleich durch eine Glanztat gegen Benito Raman. Er lenkte einen Schuss des besten Düsseldorfers per Fußabwehr um den Pfosten.

          Fünf Minuten später war er freilich machtlos gegen Lukebakio, als dieser freistehend den Ball ins Tor stocherte. Die Mainzer hatten durch Robin Quaison (24.) und einen Freistoß von Gbamin (41.) zwar die besseren Torchancen, die Fortuna blieb aber die bessere Mannschaft. Und sie bekam dank eines Hinweises aus dem Kölner Videoassistentenkeller einen berechtigten Handelfmeter zugesprochen. Der insgesamt höchst unglücklich agierende Mainzer Innenverteidiger Alexander Hack hatte den Ball mit der Hand gespielt. Lukebakio drosch den Elfmeter freilich an den linken Pfosten.

          Die Mainzer nutzten ihr Glück und fanden wieder zurück zu ihrer Offensive. Der abermals starke Linksverteidiger Aaron bereitete für Onisiwo vor, der aus acht Metern überlegt einschoss. Und schließlich traf Mateta zum zwölften Mal in dieser Saison, nachdem r Fortuna-Schlussmann Michael Rensing elegant ausgetanzt hatte (87.). Das Ergebnis rundete den zum Familientag erklärten Spieltag der Mainzer ab. Es dürften sich einige Kinder mehr als üblich mit strahlendem Gesicht auf den Nachhauseweg begeben haben.

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