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Klimaneutraler Club : Mainz 05 sieht sich auch als Öko-Spitzenreiter

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„Wir haben ein Ziel erreicht und setzen als Verein einen Richtung weisenden Maßstab”, freut sich Mainz-05-Präsident Harald Strutz Bild: Frank Röth

Ökostrom in der Geschäftsstelle, dem Fanshop und beim Catering sowie ein Umbau der Lüftungsanlage haben den FSV Mainz 05 umweltfreundlich gemacht. Hinzu kommt die Teilnahme an einem Aufforstungs-Programm in Kanada.

          Der FSV Mainz 05 ist der erste klimaneutrale Club in der Fußball-Bundesliga. „Wir haben ein Ziel erreicht und setzen als Verein einen Richtung weisenden Maßstab. Aber es ist sicher purer Zufall, dass wir dazu auch noch Spitzenreiter in der Liga sind“, sagte Präsident Harald Strutz während einer Pressekonferenz im Bruchwegstadion. „Das hat Leuchtturm-Charakter“, meinte Frank Dinter, Vertriebsleiter beim 05-Trikotsponsor Entega, einem regionalen Stromanbieter mit Sitz in Darmstadt.

          In Zusammenarbeit mit einem Öko-Institut sei es gelungen, den Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) auf 2400 Tonnen im Jahr zu reduzieren. Das entspricht dem Ausstoß von 240 Einwohnern. Neutralisiert wird der Verbrauch durch die Teilnahme an einem Aufforstungs-Programm in Kanada.

          Ökostrom in der Geschäftsstelle

          Durch einen sogenannten CO2-Fußabdruck ermittelte das Darmstädter Öko-Institut den tatsächlichen Ausstoß. Umbauten an den Lüftungen im Stadion, die Umstellung auf Ökostrom in der Geschäftsstelle, dem Fanshop und beim Catering führten zu einem Minderausstoß von 230 Tonnen.

          Mit rund 50 Prozent des Ausstoßes belasten die 05-Fans mit den Fahrten zu Heim- und Auswärtsspielen die Bilanz. Auch deshalb erklärte der FSV das Heimspiel am Samstag gegen den Hamburger SV zu autofreien Spieltag. Alle Zuschauer seien aufgefordert, mit dem Fahrrad oder dem öffentlichen Nahverkehr anzureisen. „Wir werden auch in Zukunft intensiv daran arbeiten, die CO2-Emissionen weiter zu reduzieren. Dabei hoffen wir auf die Unterstützung unserer Fans“, sagte Strutz.

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