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1:2 gegen Mainz : Eine ganz kalte Dusche für Dortmund

  • -Aktualisiert am

Reus und die Dortmund müssen um die Teilnahme an der Champions League bangen. Bild: Reuters

Mainz sichert sich mit einem Coup in Dortmund den Klassenverbleib. Zwei frühe Tore schocken die Borussia, die nun weiter um die Teilnahme an der Champions League bangen muss.

          Was dem 1. FSV Mainz 05 unter den großen Trainern Jürgen Klopp und Thomas Tuchel nie gelang, glückte der Mannschaft von Trainer Sandro Schwarz am Samstag in Dortmund: der erste Auswärtssieg im Stadion des BVB. Er war, ein doppelter Anlass zur Freude, gleichbedeutend mit dem Klassenverbleib. Das 2:1 des Tabellenvierzehnten beim Tabellendritten durch die Treffer von Baku (4. Minute) und Muto (13.) bei einem Gegentor durch Philipp (16.) verdienten sich die Rheinhessen mit einer offensiv wie defensiv couragierten Leistung. Der BVB aber, noch immer nicht endgültig am Klassenziel Champions League, enttäuschte den Großteil der 81.360 Zuschauer im ausverkauften Dortmunder Stadion mit einem vollkommen uninspirierten Auftritt am vorletzten Bundesliga-Spieltag. „Die Mainzer sind so aufgetreten, wie man es tut, wenn man etwas ganz Großes erreichen will. Das haben sie uns voraus gehabt. Wenn man sich für die Champions League qualifizieren will, war es einfach zu wenig“, sagte Trainer Peter Stöger.

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          Roland Zorn

          Sportredakteur.

          Damit hatte wohl niemand in Dortmund gerechnet: dass die Mainzer diese Begegnung von Anfang an technisch, taktisch und strategisch bestimmten und beherrschten. Mit ihren schnellen Kontern über Öztunali und Mutu, ihrem zügigen Passspiel über die Relaisstation de Jong und ihren wuchtigen Torabschlüssen schüchterten die Rheinhessen den Favoriten nachhaltig ein. Der BVB geriet früh 0:2 in Rückstand, als Baku in seinem zweiten Bundesliga-Einsatz seinen zweiten Treffer mit kühler Präzision schoss und Muto neun Minuten später mit seinem achten Saisontreffer per Kopf auf 2:0 erhöhte.

          Die Borussen, konsterniert ob ihrer Unterlegenheit in der ersten Hälfte, kamen wenig später durch Philipp nach Sanchos feiner Vorarbeit zwar auf 1:2 heran, doch ihrem Spiel fehlte jegliche Struktur. Für die Hektik und Nervosität in Schwarzgelb erntete die Mannschaft des zum Saisonende wohl scheidenden Trainers Peter Stöger beim Halbzeitpfiff ein wütendes Pfeifkonzert ihres enttäuschten Anhangs. Dabei hatte der Nachmittag so liebenswert begonnen, als sich Torhüter Roman Weidenfeller nach sechzehn Jahren in Diensten der Westfalen vor der Südtribüne von seinen Fans verabschiedete. Der Weltmeister von 2014 wird von der nächsten Spielzeit seinem Klub als BVB-Botschafter dienen.

          Auf eine verheißungsvolle Message ihres Teams hofften die Fans des BVB im zweiten Spielabschnitt. Vergeblich. Die Borussen belagerten nun zwar das Mainzer Tor, doch dem Bollwerk der 05er standen sie einfallslos gegenüber. Die Mainzer bejubelten danach den Klassenverbleib. „Ich bin überwältigt. Wir wollten es unbedingt aus eigener Kraft schaffen. Das ist uns gelungen“, sagte Sportvorstand Rouven Schröder. Auch Trainer Sandro Schwarz war begeistert. „Wie wir den Sack zugemacht haben, war beeindruckend. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl.“

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