https://www.faz.net/-gzg-98x7z

DEL2-Halbfinale : Endstation für die Löwen im Titelrennen

  • -Aktualisiert am

Die Runde um den DEL2-Meistertitel findet ohne Frankfurt statt. Bild: Imago

Die Frankfurter tun alles, um in der Halbfinal-Serie der DEL2-Playoffs zum Ausgleich zu kommen. Es sieht auch lange gut aus – doch nun ist der Traum vom Finale ausgeträumt.

          Auf einmal wurde sehr still in der Eissporthalle am Ratsweg. Knapp 58 Minuten hatten die Eishockeyprofis der Löwen Frankfurt im Halbfinale der zweiten Eishockey Liga (DEL2) darum gekämpft, den 3:3-Serienausgleich gegen die Bietigheim Steelers zu schaffen. Beim Stand von 2:2-Toren waren sie dem erlösenden dritten Treffer sehr nahe – bis Justin Kelly den Bietigheimer Siegtreffer erzielte. Die 2:3 (0:1, 2:1, 0:1)-Niederlage brachte am Sonntagabend das Saisonende für die Löwen Frankfurt, während Bietigheim ins DEL2-Finale einzog.

          In allen fünf Play-off-Spielen der Serie „best of seven“ gegen Bietigheim waren die Löwen in Rückstand geraten. In Spiel sechs wollten es die Frankfurter besser machen. Sie begannen motiviert, angetrieben von den 4528 Zuschauern, erspielten sie sich in den ersten Minuten ein Chancenplus. Der Führungstreffer fiel aber nicht. Und als nach drei Minuten der Frankfurter Dani Bindels auf die Strafbank musste, ahnten die Fans, was passieren würde. Geduldig spielten sich die Steelers die schwarze Hartgummischeibe zu, bis Tyler McNeely den Puck aus kurzer Distanz einschob.

          Zum sechsten Mal in der Halbfinalserie waren die Löwen 0:1 in Rückstand geraten. „Gerade gegen Bietigheim ist es schwer, einen Rückstand noch zu drehen“, sagte Löwen-Verteidiger Dominik Tiffels. Der frühe Rückschlag hinterließ Eindruck bei den Löwen, denen fortan wenig gelang. So brauchte es eine Einzelaktion von Tim Schüle, der den Puck unter Mithilfe von Torhüter Sinisa Martinovic zum 1:1 im Bietigheimer Tor unterbrachte. Der Treffer tat den Löwen gut, ehe René Schoofs zum Stimmungskiller wurde. Unbedrängt schoss der Verteidiger die Steelers wieder in Führung. Nur 63 Sekunden später jubelten aber wieder die Löwen. Der agile Tim Schüle leitete den Angriff ein, und Pawel Dronia drosch den Puck aus acht Meter unter die Latte des Bietigheimer Tores.

          Das Spiel war in dieser Phase nicht hochklassig, aber enorm spannend. Bei gleicher Spieleranzahl auf dem Eis wirkten die Löwen frischer. Und sie hatten beste Torchancen. Den Puck bekamen sie aber einfach nicht ins Bietigheimer Tor. Pech hatte C.J. Stretch, dass sein Abschluss nur an die Querlatte ging. Auch in Überzahl schafften die Löwen keinen Treffer. Und so folgte der Treffer zum Endstand 135 Sekunden vor Schluss. Auf Vorarbeit von Marcus Sommerfeld beförderte Justin Kelly aus kurzer Distanz den Puck ins Tor der Löwen. An der Niederlage änderte auch die Herausnahme von Torhüter Hannibal Weitzmann zugunsten eines weiteren Feldspielers nichts. Die Eishockey-Saison ist für die Löwen Frankfurt damit beendet.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Neue Raumfahrtbegeisterung : Und jetzt der Mars?

          Fünfzig Jahre nach der ersten Mondlandung herrscht neue Raumfahrtbegeisterung. Zuletzt ging es vor allem um Pragmatismus und Risikominimierung – das ändert sich nun dank des privaten Raumfahrtsektors.
          Grenzsituation: Im Coworking-Center „BLOK-O“ in Frankfurt/Oder zielt man auch auf Nutzer aus dem benachbarten Polen.

          Coworking : Freie Sicht und schnelles Internet

          Arbeitsplätze fürs Coworking sprießen seit einiger Zeit auch wieder abseits der Metropolen aus dem Boden. Bringen die stadtmüden Hipster wieder Leben in die Provinz?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.