https://www.faz.net/-gzg-9ob8f

Leon Hüttl in Edmonton : Löwe auf Fortbildung

  • -Aktualisiert am

Jungtalent: Leon Hüttl von den Frankfurter Löwen trainiert beim NHL-Club Edmonton Oilers Bild: Imago

Der Frankfurter Eishockeyspieler Leon Hüttl trainiert im Camp der Edmonton Oilers. Der Besitzer des NHL-Clubs hat noch andere Verbindungen zu Frankfurt.

          Für Leon Hüttl ist es eine besondere Ehre, eine große Chance und eine willkommene Abwechslung. Während ein Großteil der Teamkollegen aktuell im Fitnessstudio schwitzt, darf der 18 Jahre junge Verteidiger der Löwen wieder auf den Untergrund, auf dem Eishockeyprofis am liebsten trainieren. Schlittschuhe an den Füßen statt Hanteln. Edmonton statt Frankfurt. Das wohl größte Talent im Kader des Zweitligaklubs wurde zum „Development Camp“ der Edmonton Oilers eingeladen und darf von diesem Montag an bis Donnerstag mit den besten Nachwuchsspielern aus dem Team des deutschen Superstars Leon Draisaitl trainieren, die sich während des viertägigen Entwicklungs-Camps alle für einen Platz im NHL-Kader des fünfmaligen Stanley-Cup-Siegers empfehlen wollen.

          Im Terminkalender des 18 Jahren alten Sportler ist der Kurztrip in den kanadischen Bundesstaat Alberta noch nicht lange vermerkt. Eigentlich sollte Hüttl zur gleichen Zeit mit den Frankfurtern Luis Schinko, Daniel Wirt und Magnus Eisenmenger an einem Lehrgang der deutschen U-20-Nationalmannschaft in Kienbaum teilnehmen. Am späten Mittwochabend klingelte jedoch sein Handy – und die Reisepläne änderten sich. Am Telefon war Löwen-Sportdirektor Franz-David Fritzmeier, der ihm die positive Nachricht überbrachte. „Die Einladung bedeutet mir unglaublich viel. Das ist mehr als einfach nur eine Belohnung für die harte Arbeit der vergangenen Monate. Für mich wird ein Traum wahr“, sagte Hüttl.

          Was der Oilers-Besitzer will

          In den Development Camps der NHL geht es um viel. Neben jungen Talenten versuchen auch ältere Spieler, die den Sprung bisher nicht in die beste Profiliga der Welt geschafft haben, einen der begehrten Kaderplätze zu erhalten. Das Wirken Hüttls in diesem Kreis wirft vor allem eine Frage auf: Ist seine Einladung ein erster Schritt in Richtung einer möglichen Zusammenarbeit zwischen dem NHL-Klub und den Frankfurtern? Das wäre nach den Aussagen der Verantwortlichen aus der jüngeren Vergangenheit durchaus vorstellbar. Die Katz Group und ihr Besitzer Daryl Katz, der auch Eigentümer der Edmonton Oilers ist, will am Frankfurter Flughafen eine neue Halle mit 23.000 Plätzen errichten. Löwen-Geschäftsführer Stefan Krämer zeigte sich zuletzt begeistert von dem Projekt und sprach von „Synergien“, die es zwischen beiden Klubs „mit Sicherheit“ gibt.

          Katz-Group-Chef Jürgen Schreiber sagte der „Frankfurter Rundschau“, dass es einen intensiven Gedankenaustausch gebe, „wie wir für die Löwen ein besseres Team hinbekommen“. Mit der Katz Group habe die Einladung Hüttls zum Trainingscamp nach Edmonton aber nichts zu tun, teilte ein Sprecher der Löwen auf Nachfrage mit – ausschlaggebend sei vor allem dessen gute erste Profisaison.

          „Ein großartiges Zeichen“

          Fritzmeier sprach in einer Mitteilung des Klubs davon, dass sich Hüttl im vergangenen Jahr zu einem „internationalen Toptalent“ entwickelt habe. „Die hervorragenden Leistungen von Leon und die sehr guten Verbindungen der Löwen-Verantwortlichen mit denen der Oilers machen es jetzt möglich, dass Leon am Camp teilnimmt“, sagte der Sportdirektor, der selbst Kontakte zu den Oilers besitzt und den 18-Jährigen nach Edmonton begleitet, um sich mit den Verantwortlichen dort auszutauschen und Hüttl zu unterstützen. Er wertete die Einladung des jungen Verteidigers, der noch bis zum Ende der Saison 2021 vertraglich an die Löwen gebunden ist, als „großartiges Zeichen für den Weg in die Zukunft der Löwen Frankfurt“. Welche Rolle die Oilers dabei spielen werden, wird sich zeigen.

          Topmeldungen

          Angestellte von Google und Youtube beim Gay Pride Festival in San Francisco, Juni 2014

          Trump gegen Google : Man nennt es Meinungsfreiheit

          Ohne das Internet wäre Donald Trump wohl nicht amerikanischer Präsident geworden. Jetzt beschwert er sich über politische Ideologisierung bei Google. Aus dem Silicon Valley schallt es zurück.
          Im Jahr 2016 ist es in Kalkutta zwar noch wuseliger, aber die Anzahl der Läden und Fahrzeuge deuten auf einen Entwicklungsfortschritt hin.

          Wohlstand, Gesundheit, Bildung : Der Welt geht es immer besser

          Kurz bevor er starb, hat der schwedische Arzt Hans Rosling noch ein Buch geschrieben. Es hat eine zutiefst erschütternde These: Der Zustand der Welt verbessert sich, doch keiner bekommt es mit. Woran liegt das?
          Schon im Wahlkampfmodus? Olaf Scholz am Samstag beim Tag der Offenen Tür im Finanzministerium in Berlin

          SPD : Scholz will bald Partnerin für Parteivorsitz vorstellen

          Olaf Scholz will sich in der „zweiten Wochenhälfte“ zu seiner Kandidatur und seiner Partnerin äußern. Die Zahl der Kandidaten-Paare für den Parteivorsitz könnte bis dahin noch gestiegen sein.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.