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Kooperation mit der Börse : Die Eintracht umgarnt die Banker

Bulle, Bär und Adler: Fußballer und Finanzkonzerne wie die Börse wollen künftig mehr voneinander profitieren. Bild: Wolfgang Eilmes

Lange waren die Frankfurter Fußballer und die Konzerne am Finanzplatz einander fremd. Jetzt kommen sie sich näher – weil beide voneinander profitieren wollen.

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          Mit einem normalen Unternehmen ist das Management eines Fußballvereins nun wirklich nicht zu vergleichen. Um das klar zu machen, hätte Axel Hellmann nicht das Frankfurter Börsenparkett betreten müssen. Und dennoch nutzt der Finanzvorstand gestern sein Gastspiel bei der Deutschen Börse – die seit Saisonbeginn als Ärmelsponsor zu den Förderern der Frankfurter Bundesliga-Kicker zählt – dazu, zunächst genau diesen Unterschied zu erklären. Denn während in der Wirtschaftswelt mal eine ganze Branche von der Konjunktur und einer guten Marktlage getragen werden könne, gebe es in der Bundesliga immer mindestens zwei, die auf der Strecke blieben: die Ligaabsteiger. Die Gefahr, sportlich mit nur einer schlechten Saison in die zweite Liga durchgereicht und betriebswirtschaftlich damit um viele Jahre zurückgeworfen zu werden, könne bei Fußballklubs schon mal zu wirtschaftlich irrationalem Handeln führen.

          Daniel Schleidt

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Hellmann will das vermeiden. Und kann sich derzeit glücklich schätzen, dass die Eintracht auf Platz Fünf der Bundesligatabelle steht und sich damit nach wie vor auf Tuchfühlung zu jenen Rängen befindet, die zur Teilnahme an der finanziell lukrativen Champions League berechtigen. Damit das langfristig so bleibt, will die Eintracht mehr Unternehmen an sich binden.

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