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Ironman-Kommentar : Die Nummer zwei hinter Hawaii

Los geht es in den „längsten Tag des Jahres“ beim Ironman in Frankfurt. Bild: dpa

Der Beste der Besten fehlte wieder. Hawaii-Sieger Jan Frodeno machte einen Bogen um den Ironman in Frankfurt. Trotzdem lässt sich viel Positives über den sportlichen Großkampftag sagen.

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          Die Maßgabe von Gründer Kurt Denk gilt immer noch. Für die Macher des Ironman Frankfurt muss es stets Ziel und Verpflichtung zugleich sein, mit den Besten der Besten aufzutrumpfen. Also auch mit dem Hawaii-Sieger. Dieser heißt seit zwei Jahren Jan Frodeno. Doch sowohl 2016 als auch jetzt 2017 hat der König der Triathleten einen Bogen um Frankfurt gemacht. Im Vorjahr galt sein Augenmerk dem deutschen Traditionsrennen in Roth, wo er als Sieger gleich einmal eine neue Weltbestzeit auf der Langdistanz aufstellte.

          In diesem Jahr schaute sich der abermals ungefährdete Frodeno die Schönheiten Kärntens beim Ironman rund um den Wörthersee an. Frankfurt 2018, endlich wieder einmal mit dem Hawaii-Champion? Diese Frage lässt sich frühestens im Herbst beantworten. Frodeno will am 14. Oktober das Triple auf Big Island schaffen. Sollte es ihm zudem gelingen, als erster Mensch der Welt die Hatz durch die heiße Lavawüste unter acht Stunden zu schaffen, hätte er alles erreicht, was der Ausdauerdreikampf zu bieten hat. Er könnte nach Kona seine Karriere beenden. Frankfurt müsste dann zum dritten Mal in Folge auf den Allerbesten des Ausdauerdreikampfes verzichten.

          Zwischen zukünftiger Hoffnung und gegenwärtiger Bestandsaufnahme lässt sich trotzdem viel Positives über den sportlichen Großkampftag sagen. Die 3000 Athleten, egal, ob Profi oder Altersklassenstarter, haben organisatorisch und atmosphärisch ein exzellentes Rennen geboten bekommen, für das mehr als 4500 Helfer im Einsatz gewesen sind. Von nennenswerten Pannen oder Problemen ist bis in die Zentrale am Römerberg nichts vorgedrungen.

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          Björn Steinmetz, Geschäftsführer von Ironman Deutschland, strahlte am frühen Abend wie lange nicht mehr. „Alle haben ihren Job gemacht. Wir sind nur diejenigen, die dafür sorgen, dass der Sport auf die Straße kommt.“ Am Sonntag ist dies eindrucksvoll gelungen. Wieder einmal, muss man sagen. Denn der Ironman in und um Frankfurt erfreut sich seit Jahren größter Beliebtheit. Der Ruf, hinter Hawaii die Nummer zwei zu sein, ist berechtigt. Auch deshalb ist das Rennen seit Jahren ruck, zuck ausgebucht. Fehlt zukünftig nur noch die Zusage des Champions von Hawaii.

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