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Fußball : Klopp hofft auf einen "Riesenknaller"

Alle Sensoren stünden auf Rot, sagt Jürgen Klopp. Am Samstag, Punkt 15.30 Uhr, beginnt für den FSV Mainz 05 gegen den Hamburger SV das erste Heimspiel in der Fußball-Bundesliga, und die Vorfreude ist enorm.

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          Alle Sensoren stünden auf Rot, sagt Jürgen Klopp. Am Samstag, Punkt 15.30 Uhr, beginnt für den FSV Mainz 05 gegen den Hamburger SV das erste Heimspiel in der Fußball-Bundesliga, und die Vorfreude ist enorm. Klopp, der Trainer, hatte die Fans schon vor Wochen bei der Saisoneröffnung aufgefordert, bei den Partien im Bruchwegstadion die Farbe Rot ins Spiel zu bringen, und wie es aussieht, werden sie ihm diesen Wunsch erfüllen. Rund 20000 Fans können von Glück reden, eine Eintrittskarte ergattert zu haben; wer noch keine besitzt, schaut in die Röhre, die Tageskassen werden am Samstag nicht mehr geöffnet. Was die Mainzer Anhänger erwartet? "Wenn wir umsetzen können, was wir uns vorgenommen haben, gibt das Spiel einen Riesenknaller." Nach dem 2:4 zum Rundenauftakt beim VfB Stuttgart wolle seine Mannschaft nun "mit aller Macht versuchen, den Leuten im Stadion gerecht zu werden, die stundenlang in der Schlange gestanden haben, um ein Ticket zu bekomen." Ihnen müsse man "etwas zurückzahlen", sagt Klopp, und damit wolle man gegen Hamburg beginnen.

          Michael Eder

          Sportredakteur.

          Die Niederlage von Stuttgart haben die Mainzer unter der Woche vor dem Videogerät und auf dem Trainingsplatz abgearbeitet. Klopps Fazit nach einer ausführlichen Fehlerschau: "Wir können viel besser Fußball spielen, als wir das gegen den VfB getan haben." Schneller reagieren, "schneller denken" müsse man auf dem Platz, aggressiver müsse man auftreten, in der Gewißheit, "daß die anderen auch nicht mehr Kraft im Oberschenkel haben." Vielleicht können sie ein bißchen besser Fußball spielen, gewiß haben sie in der Summe der Einzelspieler ein Qualitätsplus, doch das lasse sich vor heimischer Kulisse "regeln", sagt Klopp.

          Doch wer soll es regeln? Sein Personalpuzzle möchte Klopp noch nicht offenlegen. Alle Optionen seien möglich, sagt er: ein größeres Update der Aufstellung oder eine zweite Chance für die Verlierer von Stuttgart. Unwahrscheinlich allerdings ist der Einsatz von Antonio da Silva, der beim VfB nach einer unerklärlich schwachen Leistung zur Halbzeit in der Kabine bleiben mußte. Auf der Suche nach den Gründen für da Silvas Blackout brachten Blutuntersuchungen einige Anhaltspunkte. Als Ursache für die Kreislaufprobleme, über die er in Stuttgart klagte, ist eine Unterzuckerung festgestellt worden. Mannschaftsarzt Dr. Klaus Gerlach vermutet, daß daran ein hoher Flüssigkeitsverlustdes Spielersin der Stuttgarter Hitze schuld ist. "Ein einmaliges Problem", sagt Klopp, "das sich nicht wiederholen wird." Am Donnerstag ist der Brasilianer wieder ins Training eingestiegen.

          Der einzige Mainzer Profi, auf den Klopp im Training derzeit verzichten muß, ist Stürmer Teinert. Bei ihm ist ein Beckenschiefstand festgestellt worden, der Ursache für die immer wieder auftretenden muskulären Beschwerden des schnellsten Mainzer Angreifers sein könnte. Falkenmayer ist nach überstandenem Kreuzbandriß ins Lauftraining eingestiegen, Jovanovic kann das komplette Programm absolvieren, und auch Azaouagh darf wieder von einem baldigen Debüt im Fußball erster Klasse träumen. Der Juniorennationalspieler hat die Folgen des Pfeifferschen Drüsenfiebers so weit überwunden, daß er "innerhalb von ein, zwei Wochen wieder soweit sein kann." (Klopp). Um Azaouagh bis dahin Spielpraxis zu vermitteln, haben die Mainzer zwei Testspiele verabredet. Am kommenden Dienstag treten sie um 18 Uhr beim Oberligaklub FV Bad Vilbel an, am Freitag, dem 3. September, gegen den Karlsruher SC, wobei der Ort des Geschehens noch nicht feststeht.

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