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Fußball : Klopp: Bundesliga zieht Spieler von Mainz 05 magisch an

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Jürgen Klopp spürt es jeden Tag. „Die Bundesliga zieht meine Spieler magisch an“, sagte der Trainer des Fußball- Erstliga-Aufsteigers FSV Mainz 05 nach dem neuntägigen Trainingslager im niedersächsischen Herzlake.

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          Jürgen Klopp spürt es jeden Tag. „Die Bundesliga zieht meine Spieler magisch an“, sagte der Trainer des Fußball- Erstliga-Aufsteigers FSV Mainz 05 nach dem neuntägigen Trainingslager im niedersächsischen Herzlake. „Sensationell“ sei der Einsatz aller Spieler gewesen. Da verkraftete der 37jährige auch den negativen Schlusspunkt, als die müden und unkonzentrierten Rheinhessen am Freitag beim Oberligisten BV Cloppenburg mit 2:4 untergingen. „Das war nichts“, lautete sein Urteil. Besonders die vier Gegentore grämten Klopp: „Das darf nicht passieren“.

          Dennoch wächst beim Mainzer Coach drei Wochen vor dem Bundesliga- Start am 8. August beim VfB Stuttgart die Zuversicht. „Wir haben konditionell und auch taktisch gleich mehrere Schritte nach vorn gemacht. Das sind wirklich Klasse Jungs“, meinte Klopp. Die Neuzugänge Ranisav Jovanovic, Nikolce Noveski und Benjamin Weigelt hätten den Kampf um einen Platz in der Startelf aufgenommen. „Die haben Druck gemacht, das hat gepaßt“, sagte Klopp, der das auch von Stürmer Conor Casey verlangt, wenn der amerikanische Nationalspieler seine Knieverletzung ganz auskuriert hat.

          Keine zusätzliche Konkurrenz

          Zusätzliche Konkurrenz im Kader wird es vorerst nicht geben. Die Mittelfeldspieler Vladyslav Vahchuk und Dejan Ilic sowie der von Kamerun-Trainer Winfried Schäfer empfohlene Stürmer Daniel Wansi erhalten beim Aufsteiger keine Verträge. „Das sind alles gute Fußballer, aber sie bringen nicht die Qualitätssteigerung, die wir wollen“, erklärte der FSV-Coach.

          Sorgen bereiten die Absagen Klop nicht. „Ich kann die Qualität im Kader auch steigern, wenn ich den Spielern Vertrauen schenke, ihr Selbstbewußtsein steigere“, meinte der 37-Jährige, der im Gegensatz zu den Mit-Aufsteigern Nürnberg und Bielefeld auf die Rekrutierung etablierter Bundesliga-Profis verzichtete. „Ich will Spieler formen, nicht kaufen“, lautet sein Credo.

          Wenige Neuzugänge mit Bundesliga-Erfahrung

          Für die meisten Mainzer Kicker ist die erste Liga Neuland. Erfahrung in der höchsten Spielklasse haben nur Jürgen Kramny (Stuttgart/Nürnberg), Tamas Bodog (SSV Ulm 46), Marco Walker (1860 München), Robert Nikolic (Dortmund) und Benjamin Auer (Mönchengladbach). Zusammen bringen sie es auf 215 Einsätze. „Unser Teamgeist gleicht das aus. Wir müssen sowieso immer an unsere Grenzen gehen“, sagte Klopp.

          Auf dem Weg der Besserung ist der am Pfeiferschen Drüsenfieber erkrankte Mimoun Azaouagh. Seine Werte sind rückläufig und das Akutstadium überwunden, stellte Mannschaftsarzt Klaus Gerlach fest. Dennoch werden noch Wochen vergehen, ehe der U 21-Nationalspieler marokkanischer Abstammung wieder voll belastbar die konditionellen Rückstände aufarbeiten kann. „Wir geben ihm Zeit, damit wir noch viel Freude an ihm haben“, erklärte der FSV-Trainer.

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