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Stadion am Bornheimer Hang : Stadt will FSV kündigen

Die Stadt Frankfurt droht dem FSV mit der Kündigung des Betreibervertrags für das Stadion am Bornheimer Hang Bild: Michael Wittershagen

Die Stadt Frankfurt droht dem FSV mit der Kündigung des Betreibervertrags für das Stadion am Bornheimer Hang. Damit ist der Streit um die künftige Nutzung des Stadions weiter eskaliert.

          Die Stadt Frankfurt droht dem FSV mit der Kündigung des Betreibervertrags für das Stadion am Bornheimer Hang. Damit ist der Streit um die künftige Nutzung des Stadions weiter eskaliert. Wie Peter Heine, Büroleiter von Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU), am Freitag auf Anfrage bestätigte, ist das Rechtsamt beauftragt, die Kündigung vorzubereiten. Diese sei allerdings noch nicht ausgesprochen worden, eine einvernehmliche Vertragsauflösung sei weiterhin möglich. Der Betreibervertrag zwischen Stadt und FSV war im Jahr 2004 geschlossen worden; er hat eine Laufzeit bis zum Jahr 2013.

          Matthias Alexander

          Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Den formellen Anlass für die Kündigung bietet der Umstand, dass der FSV den Spielbetrieb der Profis in eine GmbH ausgelagert hat. Während der Verein der Ansicht sei, dass sich damit nichts an der Vertragslage ändere, ist die Stadt laut Heine anderer Meinung. Die GmbH sei eine eigene Rechtspersönlichkeit, mit der kein Vertrag bestehe.

          Atmosphäre zwischen beiden Seiten angespannt

          Der Büroleiter der Oberbürgermeisterin erwartet, dass bald eine neue vertragliche Grundlage mit dem FSV gefunden wird. Er hob hervor, dass dabei die Vorgaben der Stadtverordnetenversammlung zu beachten seien: Für das Stadion am Bornheimer Hang müsse ein nutzerunabhängiges Betreiberkonzept vorliegen, zudem müsse die Refinanzierung geklärt sein. Andernfalls werde es keinen Neubau der Haupttribüne geben. Über die Details seien Verhandlungen zu führen. Der nächste Gesprächstermin sei für nächste Woche vereinbart worden. Heine ließ deutlich durchblicken, dass die Atmosphäre zwischen beiden Seiten derzeit sehr angespannt ist.

          Teil der Gespräche wird laut Heine auch sein, ob der FSV während des Baus der Haupttribüne im Stadion am Bornheimer Hang spielt oder in der WM-Arena im Stadtwald. Er machte deutlich, dass die Stadt als Eigentümer des Stadions die U 23 der Eintracht in Bornheim spielen lassen wolle. Der FSV hatte gefordert, dass auch seine zweite Mannschaft in dem Stadion spielen solle; wenn diese doch in der WM-Arena spielen müsse, dann nur zu sehr günstigen Bedingungen. Heine wies die damit verbundene implizite Forderung, dass die Stadt für die Kosten aufkommen müsse, als unangemessen zurück.

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