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Basketball : Skyliners entlassen Trainer Barton

Gescheitert: Charles Barton Bild: F.A.Z. - Kretzer

Die Frankfurt Skyliners haben sich von Trainer Charles Barton getrennt. „Wir hatten nicht den Eindruck, dass Barton die Mannschaft noch erreichen kann“, sagte Gunnar Wöbke, der Geschäftsführer-Gesellschafter der Skyliners GmbH.

          Die Trennung hatte sich bereits am Samstagabend angedeutet: Die Deutsche Bank Skyliners haben Cheftrainer Charles Barton entlassen. Am Montagabend teilte der Frankfurter Basketball-Profiklub mit: „Charles Barton ist mit sofortiger Wirkung nicht mehr Headcoach der Skyliners.“ Damit zogen die Frankfurter die Konsequenzen aus dem sportlichen Tief, aus dem sich die Mannschaft nicht mehr befreien konnte. Um doch noch das angestrebte Minimalziel, das Erreichen der Play-off-Runde, im Blick zu behalten, soll ein anderer Trainer beim Tabellenachten übernehmen. Bis dieser gefunden ist, wird Assistenztrainer Mike Kalavros als Interimscoach das Team führen.

          Am Montag, also zwei Tage nach der bitteren Niederlage der Skyliners gegen Bamberg, hatte sich die Vereinsführung mit Barton zusammengesetzt, um Lösungen zu finden. Es war ein mehrstündiges Gespräch, an dessen Ende eine Erkenntnis stand, die Skyliners-Manager Gunnar Wöbke so beschrieb: „Nach den zuletzt deutlichen Niederlagen hatten wir nicht den Eindruck, dass Charles die Mannschaft noch erreichen und für Verbesserung, beispielsweise im Teamplay, sorgen kann.“ Per E-Mail wurde auch eine Stellungnahme von Barton verbreitet: „Der Club und ich haben uns darauf verständigt, dass dieser Schritt im besten Sinne des Teams ist.“

          Stefan Koch könnte Nachfolger werden

          Der Abschied von dem Amerikaner hatte sich in den vergangenen Wochen abgezeichnet, in denen die Unterschiede zwischen den Topklubs der Liga und den Hessen immer deutlicher geworden waren. Niederlage in Köln und sogar beim Tabellenvorletzten in Nürnberg waren Tiefpunkte, es folgte eine Deklassierung beim Pokalspiel in Berlin und schließlich am Samstag die indiskutable Darbietung der komplett überfordert wirkenden Profis beim Heimspiel gegen Bamberg. „Wir hatten uns zum Ziel gesetzt, bis Weihnachten mit den stärksten Teams der Liga mithalten zu können“, sagte Sportdirektor Kamil Novak, „und dieses Ziel haben wir nicht erreicht.“

          Auch in dem mehrstündigen Gespräch am Montag sei es Barton nicht gelungen, „Lösungen zu finden, die uns plausibel erscheinen“. Die Trennung sei „bedauerlich, da wir mit Charles längerfristige Pläne hatten“, sagte Novak, „doch wir sahen keine Alternative“. Nun soll in kurzer Zeit ein Nachfolger für Barton gefunden werden. Ein möglicher Kandidat ist der ehemalige Gießener Trainer Stefan Koch, der schon bei den Skyliners gearbeitet hat und unter dessen Führung sie 2000 Pokalsieger wurden. Ob bereits am Sonntag, wenn die Hessen beim Tabellenzweiten in Ludwigsburg antreten müssen, ein neuer Headcoach das Team führen wird, steht noch nicht fest. Aber Novak sagte: „Wir wollen, dass es möglichst schnell geht.“

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