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Frankfurt Skyliners : Quintett ohne klare Perspektive

  • -Aktualisiert am

Jimmy McKinney (Mitte) trägt wesentlich zur Stabilität des Frankfurter Mannschaftsgefüges bei Bild: Wonge Bergmann

Die Frankfurt Skyliners, die mit dem Spiel in Oldenburg in die Basketball-Bundesligasaison starten, lassen sich mit Vertragsverlängerungen einiger Profis Zeit. Sicher ist: Der Kanadier Bucknor kommt als Zeitarbeiter nach Frankfurt.

          Wenigstens einer hat bei den Frankfurt Skyliners früh Gewissheit: Grayson Moyer. Der Vertrag des amerikanischen Basketball-Aufbauspielers endet schon am 31. Oktober – ohne dass der Erstligaklub die Möglichkeit besitzt, per Option die Zusammenarbeit mit ihm bis zum Rundenende fortzusetzen. Fünf seiner Kollegen hingegen sind noch im Unklaren über ihre Perspektive bei den Skyliners, die an diesem Samstag (20 Uhr) in Oldenburg in die Bundesliga-Saison starten. Denn die Amerikaner DaShaun Wood, Jimmy McKinney, Joe Dabbert und Bradley Buckman sowie der vorerst letzte Neuzugang aus Kanada, Jermaine Bucknor, besitzen zwar jeweils einen Vertrag bis zum Abschluss der Spielzeit. Doch die Hessen können jedem von ihnen Ende Oktober kündigen.

          Zwei Tage nach der Verpflichtung von Buckman sicherten sich die Frankfurter am Freitag die Dienste des kanadischen Nationalspielers Bucknor. Der 27 Jahre alte und 2,01 Meter große Profi, der jüngst an der Weltmeisterschaft in der Türkei teilnahm und zuletzt in der zweiten Liga in Frankreich spielte, soll die Skyliners zumindest in diesem Monat auf der Power Forward-Position verstärken. Zeitarbeiter im Basketball zu beschäftigen hat beim Meisterschaftszweiten vor allem wirtschaftliche Gründe.

          „Solides Wirtschaften über Erfolg im Sport“

          Geschäftsführer Gunnar Wöbke wird die fünf Profis nur dann auf der Gehaltsliste weiterführen, wenn sie spielerisch überzeugen – und er es finanziell verantworten kann. „Ich werde immer solides Wirtschaften über den sportlichen Erfolg setzen“, hebt er hervor. Welche Entscheidung Wöbke demnächst trifft, hängt wohl hauptsächlich davon ab, ob er für die Saison 2011/2012 mit einem neuen Hauptsponsor rechnen kann. Und da spielt die noch ungeklärte Hallenfrage, mit der der Klub langfristig seinen Fortbestand in Frankfurt auf höchstem Niveau verknüpft, eine wichtige Rolle.

          Sollten also die Aussichten schlecht sein, einen Nachfolger für die Deutsche Bank zu finden, müssten die Skyliners in dieser Runde verstärkt sparen, um sich auch in der kommenden Saison am Bundesliga-Spielbetrieb beteiligen zu können. „Es kann auch sein, dass wir das Budget noch mal runterschrauben müssen, um den Spielbetrieb ohne einen Hauptsponsor aufrechterhalten zu können“, erklärte der Geschäftsführer unlängst.

          McKinney unverzichtbar

          Sportlich aber sind Spieler wie DaShaun Wood und McKinney unverzichtbar für die Frankfurter. Schließlich ist Wood Starter auf der Spielmacherposition – der wie McKinney mit seiner Bundesliga-Erfahrung wesentlich zur Stabilität des Frankfurter Mannschaftsgefüges nach dem Ausfall von Quantez Robertson (Blessur an der Hand) beiträgt. Center Dabbert, der einen Fingerbruch auskuriert, muss nun um seine Zukunft bei den Skyliners bangen – dann, wenn sich Buckmann in kurzer Zeit auf der Position fünf bewährt hat. Für Dabbert wäre dann wahrscheinlich kein Platz mehr.

          Dass zum Beispiel Buckman einen befristeten Arbeitsvertrag über vier Wochen überhaupt akzeptiert hat, liegt sicher auch daran, dass er zuletzt in der Türkei in Antalya drei Monatsgehälter nicht erhalten habe. Denn was die Zahlungsmoral angeht, wissen die Basketballprofis, dass auf die Klubs in der Bundesliga meist Verlass ist. Verträge mit einer Probezeit sind bei den Spielerberatern natürlich unbeliebt. Doch offensichtlich sitzen die Klubs am längeren Hebel. Davon profitieren auch die Skyliners, die sich in vielen Fällen nicht gleich festlegen konnten – und wollten.

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