https://www.faz.net/-gzn-9pv24

Rückkehrer Kevin Trapp : Eintracht bekommt ihr altes Gesicht zurück

  • -Aktualisiert am

Unangefochten die Nummer eins: An Kevin Trapp dürfte in den nächsten Jahren kein Weg vorbeiführen. Bild: Jan Huebner

Die Frankfurter Torwart-Ikone Kevin Trapp erhält einen Fünfjahresvertrag und traut ihrem Klub eine Menge zu: „Wir sind in der Lage, die vergangene Saison zu toppen.“ Gegen Vaduz steht aber noch ein anderer im Tor.

          Die Tagesaktualität wegen der Verpflichtung von Torhüter Kevin Trapp machte es möglich. Am Mittwoch richtete die Frankfurter Eintracht ausnahmsweise zwei Pressekonferenzen an ganz verschiedenen Orten aus – im In- und Ausland. Die erste, eine „außerordentliche“ und kurzfristig anberaumte, fand in den Nachmittagsstunden in der gewohnten Umgebung in der WM-Arena im Beisein des neuen, alten Stammtorhüters statt. Die zweite, die vorab fest eingeplant war, folgte am frühen Abend in Vaduz in Liechtenstein, wo die Eintracht an diesem Donnerstag (20.30 Uhr) das Europa League-Qualifikationshinspiel der dritten Runde gegen den FC Vaduz bestreitet. Hier waren Cheftrainer Adi Hütter und Mittelfeldspieler Gelson Fernandes die Hauptdarsteller.

          Die gemeinsame Klammer der beiden Ereignisse war die gegenseitige große Freude über die weitere und diesmal sogar auf fünf Jahre angelegte Zusammenarbeit mit Trapp. Die getroffene Entscheidung tue „allen Beteiligten gut“, sagte Hütter. Der Nationaltorhüter wertete die insgesamt zum dritten Mal eingegangene Partnerschaft als „ein tolles Zeichen von beiden Seiten“. In der kommenden Spielzeit hat der gebürtige Saarländer, der die zurückliegende Runde in Frankfurt als Leihspieler von Paris St. Germain bestritt, Großes mit seinem ihm bestens vertrauten Arbeitgeber vor. Die aktuelle Mannschaft wurde „grundsätzlich sehr verstärkt“, findet der 29-Jährige. „Wir sind in der Lage, die vergangene Saison zu toppen.“ Mit dieser Prognose legte er im Untergeschoss der WM-Arena die Messlatte hoch, denn mit der Halbfinalteilnahme in der Europa League im abgelaufenen Spieljahr ging es für den Bundesliga-Tabellensiebten nicht viel besser.

          Zum Spitzenverdiener in Frankfurt

          Im Hinspiel in Vaduz wird Trapp seinen angestammten Platz im Tor noch nicht einnehmen. Sein erstes Pflichtspiel könnte er am Sonntag in der ersten DFB-Pokal-Hauptrunde bei Waldhof Mannheim haben. In Paris habe er während der Saisonvorbereitung „jeden Tag Vollgas gegeben. Ich bin fit“, sagte Trapp, dessen Jahressalär geschätzt zwischen vier und fünf Millionen Euro betragen soll und der damit neben Ante Rebic zum Spitzenverdiener in Frankfurt aufsteigt. „Der Trainer und ich werden gemeinsam entscheiden, ob es in Mannheim Sinn macht.“

          Dank seiner Rückkehr aus Paris bekommt die neue Eintracht in wichtigen Teilen ihr altes und erfolgreiches Gesicht zurück. Nach den Rückholaktionen von Verteidiger Martin Hinteregger und Mittelfeldspieler Sebastian Rode, der nicht im Kader für das Duell in Vaduz steht, schaffen die Frankfurter vor allem mit der Weiterbeschäftigung von Trapp einen hohen Wiedererkennungswert zur Stärkung ihrer Marke. Der Torhüter ist der neue, alte Vorzeigespieler am Main, ein Eckpfeiler der Eintracht, auf den Kraft seiner Persönlichkeit und seines Leistungsvermögens Verlass ist.

          Trapp sei in der Vorsaison „eine wichtige Säule“ gewesen, sagte Sportvorstand Fredi Bobic. „Er hatte einen enormen Anteil am positiven Saisonverlauf. Seine Ausstrahlung und Wirkung ist enorm wichtig für die Mannschaft.“ Trapp betonte, wie entscheidend der Erfolg der Vorsaison in Frankfurt für seinen Entschluss gewesen sei, der Eintracht nun dauerhaft die Treue zu halten. „Ich bin froh, dass es nach ein paar Wochen des Hin und Her jetzt geklappt hat“, sagte er bei seiner Präsentation, bei der er einen dunklen Anzug und ein weißes Hemd trug. „Vielleicht hat es ein bisschen länger gedauert als erwartet. Aber solche Dinge sind nicht in zwei Tagen zu machen.“

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Spaniens amtierender Ministerpräsident Pedro Sanchez nach dem Treffen mit König Felipe

          Regierungsbildung gescheitert : Stillstand in Spanien

          Pedro Sánchez hat keine Mehrheit im Parlament. Zum zweiten Mal in diesem Jahr wird im November ein neues Parlament gewählt. Doch die politische Blockade könnte andauern.
          Demnächst möglicherweise seltener zu sehen: „Zu vermieten“-Schild an einem Haus in Berlin-Schöneberg.

          F.A.Z. exklusiv : Mietendeckel schadet den Mietern

          Der Mietendeckel in Berlin soll das Wohnen bezahlbar halten. Doch die Studie eines renommierten Forschungsinstituts zeigt jetzt: Tatsächlich könnte er genau das Gegenteil bewirken.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.