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Eintracht-Profi Danny da Costa : „Wir sind dabei, vielleicht etwas Großes aufzubauen“

„Ich kann noch zulegen“: Danny da Costa wurde 2018 von den Fans zum Eintracht-Spieler des Jahres gewählt – diese Ehre verpflichtet. Bild: Jan Huebner

Danny da Costa geht in sein drittes Jahr bei der Eintracht. Der Abwehrspieler spricht über seine Rolle als Dauerbrenner, gestiegene Erwartungen und die Lücke, die Jovic hinterlässt.

          Bei unserem letzten Interview haben Sie sich als Karnevalist zu erkennen gegeben, der gerne die fünfte Jahreszeit feiert. Sind 34 Bundesligaspiele in einer Saison sowie 14 weitere Einsätze in der Europa League ein sportlicher Grund für Sie zum Feiern?

          Es ist vor allem deshalb ein Grund zum Feiern, weil ich es geschafft habe, eine komplette Saison fit zu bleiben. Das war außerordentlich positiv für mich. Das ganze Jahr über lief es ja schon sehr gut für mich.

          Wie ausgebrannt waren Sie nach dieser kräftezehrenden, sportlich mehr oder weniger erfüllten Saison?

          Das Körperliche war nicht das größte Problem. Irgendwann hat man gemerkt, dass es einem mental sehr viel abverlangt hat. Ich konnte mich für die Spiele aber immer noch aufraffen, weil es einfach einen Riesenspaß gemacht hat. Ich mache aber kein Geheimnis draus: Die Pause konnte ich gut gebrauchen.

          Mit welchen Erwartungen gehen Sie in Ihr drittes Jahr bei der Eintracht?

          Man ist fast immer mit der gleichen Aussage in ein Jahr gestartet. Im ersten Jahr haben wir uns gesagt, wir wollen so früh wie möglich so viele Punkte wie möglich haben, dass wir nach unten hin keine Sorgen haben – und nach oben halten wir es uns offen, wo es letztlich hingeht. Das Gleiche haben wir auch letztes Jahr verfolgt. Im ersten Jahr ist es damit geendet, dass wir im Pokalfinale gestanden und auch in der Bundesliga eine gute Rolle gespielt haben. Letztes Jahr haben wir speziell in der Bundesliga sehr lange eine sehr gute Rolle gespielt. Über die Europa League brauche ich ja nicht viel zu sagen. Auch in diesem Jahr tun wir von der Erwartungshaltung gut daran, ähnlich ranzugehen. Man merkt, dass jetzt viel mehr über uns gesprochen wird und dass wir ganz anders wahrgenommen werden – auch außerhalb Frankfurts. Viel mehr Leute werfen einen Blick auf uns. Das sollte uns aber nicht verrückt machen. Wir haben in den letzten zwei Jahren einen guten Weg eingeschlagen, sind dabei, vielleicht etwas Großes aufzubauen und zu entwickeln, was die Menschen begeistert und uns selbst Spaß macht.

          Sie haben das mannschaftsdienlich auf die Mannschaft bezogen. Wie sind Ihre persönlichen Erwartungen?

          Ich habe vor allem die Hoffnung, dass ich wieder verletzungsfrei durch die Saison komme und so viel wie möglich spielen kann, damit ich der Mannschaft mit Tat und Rat zur Seite stehen und auf dem Platz mithelfen kann, unsere Ziele zu erreichen. Ansonsten bin ja eher der bescheidenere Typ, der sich einfach freut, wenn ich fit bin und Bundesliga spielen kann. Wenn wir es wieder in die Gruppenphase der Europa League schaffen, ist es noch einmal und wieder etwas ganz Besonderes. Wir haben ja letztes Jahr gesehen, wie toll das ist. Feste Ziele am Ende des Jahres: Das lasse ich ganz entspannt auf mich zukommen. Ich habe ja auch gelesen, dass wir taktisch noch variabler und offensiver sein wollen. Das möchte auch ich mir erarbeiten. Vielleicht bekomme ich in mein Spiel ja neue Facetten rein, die im letzten Jahr noch nicht so vorhanden waren.

          An was speziell denken Sie da? Phantastische Flanken?

          Ja, so etwas. Es gibt immer Dinge, die man besser machen kann. Vielleicht sollte ich mir noch mehr zutrauen, auch das Eins-gegen-eins in der Offensive suchen oder ein Herz fassen und den Abschluss suchen. Da möchte ich in dieser Saison einfach einen Schritt nach vorne gehen.

          In der zurückliegenden Spielzeit haben Sie als Dauerbrenner, der erstaunlicherweise nur ein einziges Mal in der Bundesliga eine Gelbe Karte erhalten hat, einen Riesensprung gemacht. Wo sehen Sie bei sich noch weiteres Entwicklungspotential?

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