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Frankfurt Cup : Eintracht verpatzt Derby in der Halle

Stellvertreter liebäugeln mit Abgang

In der Ballsporthalle am Samstagabend deutete Emil Balajew an, dass es auch ihm auf dem Posten zwischen den Pfosten nicht an Talent mangelt. Bei der 37. Auflage des „Frankfurt-Cups“ hielt er vor allem zu Beginn gegen den Grashopper Club Zürich seinen Vorderleuten den Rücken frei. Beim Erfolg gegen die Schweizer, bei denen der ehemalige Frankfurter Caio versuchte, dem Auftritt seines Teams eine torgefährliche Struktur zu verleihen und der während seiner Einsatzminuten von den 5000 Zuschauern immer wieder beklatscht wurde, war Balajew der auffälligste Akteur auf dem Feld.

Wieder fit: Eintrachts Stammtorwart Kevin Trapp

Mit einer Handvoll Paraden half der Aserbaidschaner der Eintracht, die eine elfköpfige Auswahl aufbot, in der lediglich Jan Rosenthal, Piazon, David Kinsombi sowie Slobodan Medojevic über Profierfahrung in der Bundesliga verfügten; der Rest waren Jugendspieler wie Adrian Matuschweski, Volkan Egri oder Enis Bunjaki. Beim abschließenden Auftritt, der zu einer Vorführung durch den FSV geriet, stand der A-Jugendliche Yannick Zummack bei seiner Bewährungsprobe als Schlussmann, ohne Unterstützung der Mitstreiter, auf verlorenem Posten.

Aktuell ist der in der Winterpause verpflichtete Balajew nur die vierte Wahl für Schaaf, doch womöglich ändern sich die Perspektiven des 20-jährigen rasch. Noch ist immer nicht absehbar, wie sich in dieser Transferperiode die Dinge entwickeln: Timo Hildebrand und Felix Wiedwald, die zuletzt ihre Stellvertreterrolle gut erfüllten, liebäugeln weiterhin mit einem Abgang – an einem gesunden Trapp (in Normalform) gibt es für das Duo kein Vorbeikommen. Doch der ehemalige U21-Nationaltorwart kann im Sommer aufgrund einer Klausel ein Jahr vor Ende seines Vertrags den Klub verlassen.

Trapp ist furchtlos

Trapp klang bei seiner momentanen Lageeinschätzung ziemlich gelassen. Er verspüre keinen Druck, sagte er, und habe Freude, wieder richtig mitmischen zu können: „Angst hat keine Rolle gespielt“, sagte er in Wiesbaden. Der Kopf sei „wieder frei“. Schon in den Tagen vor dem ersten Test verspürte Trapp Vorfreude auf das Comeback. Und nun folgte die Bestätigung: „Das ist ein guter Anfang und ein guter Weg.“ Sein nächster Wunsch, „gesund zu bleiben und in der Bundesliga im Tor zu sein“, kann in Erfüllung gehen.

Er will die kommende Arbeitswoche im Eintracht-Trainingslager in Abu Dhabi weiter dazu nutzen, um „die nächsten Schritte“ zu machen, wie er es in der Ballsporthalle formulierte. Sein erster Auftritt 2015 hatte da gezeigt, dass die Richtung schon stimmt – für alle Beteiligten ein schönes Zeichen zum Start ins neue Sportjahr, das noch wichtigere Prüfungen bereit halten soll als ein Einladungsturnier unterm Hallendach.

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