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Bis 2023 : Eintracht verlängert mit Hauptsponsor Indeed

Seit 2017 ziert das Logo der Online-Jobsuchmaschine „Indeed“ die Trikots der Eintracht. Bild: EPA

Unter dem Adler wird auch weiterhin der Schriftzug der Online-Jobsuchmaschine prangen. Von der vorzeitig verlängerten Zusammenarbeit sollen nicht nur die Eintracht-Profis profitieren.

          Eine erste Erfolgsmeldung hat Eintracht Frankfurt schon vor dem Anstoß des Rückspiels gegen den FC Vaduz verkünden können. Der Fußball-Bundesligaklub und sein Hauptsponsor Indeed erzielten Einigkeit über eine vorzeitige Verlängerung der Zusammenarbeit, wie sie am frühen Donnerstagabend bekanntgaben. Das amerikanische Unternehmen, nach eigenen Angaben weltweit die größte Online-Jobsuchmaschine, wird die Frankfurter bis Mitte 2023 finanziell unterstützen. Beim Beginn des Engagements im Sommer 2017 hatten sich beide Seiten auf einen Dreijahresvertrag verständigt, der für die Eintracht bis zum Ende der regulären Laufzeit inklusive Bonuszahlungen rund 20 Millionen Euro bringen wird.

          Von dem Geld profitiert aktuell nicht nur die Bundesliga-Mannschaft, sondern es kommt den im Fußball vertretenen U-Auswahlen des Nachwuchsleistungszentrums am Riederwald sowie den Frauen- und Mädchenteams zugute; außerdem werden damit alle anderen Sportarten und Abteilungen des Vereins unterstützt. Branchenprimus, was die Einnahmen durch Hauptsponsoren angeht, ist in der Bundesliga der FC Bayern München, der jährlich rund 35 Millionen Euro von der Telekom kassiert. Aufsteiger SC Paderborn erhält per annum vom Wettanbieter Sunmaker zwei Millionen Euro.

          Axel Hellmann, Vorstandsmitglied der Eintracht, sagte, dass sich der sportliche Aufwärtstrend der Frankfurter in den wirtschaftlichen Dimensionen der Vertragsverlängerung spiegele. „Wahrnehmung“ und „Reichweite“ der Eintracht hätten sich mit dem Pokalsieg und der Teilnahme an der Europa League, die bis ins Halbfinale des Wettbewerbs führte, geändert. Konkrete Zahlen nannte er nicht. „Wir haben uns finanziell ein wenig verbessert“, sagte Hellmann am Donnerstag lediglich. Dazu beigetragen hat unter anderem auch die Tatsache, dass sich der Klub seit diesem Sommer selbst vermarktet und damit keine Vermittlergebühren mehr anfallen. Hellmann sprach von einem „besonderen Tag der Weichenstellung“ für die Eintracht.

          Paul D’Arcy, der Senior Vice President Marketing bei Indeed, klang in seinem Statement ähnlich zufrieden: „Das Sponsorship bei Eintracht Frankfurt ist für Indeed ein sehr wichtiger Bestandteil unserer Aktivitäten in Deutschland. Wir sind stolz auf den Verein und die Arbeit, die wir zusammen geleistet haben.“ Künftig wird die Kooperation dabei noch vertieft. Hellmann kündigte an, dass die Eintracht in der New-York-Zentrale von Indeed ein Büro eröffnen wird, um von dort aus die Vermarktung des Klubs in Nordamerika voranzutreiben. Eröffnungstermin soll im vierten Quartal 2019 sein. Hellmann nannte das Projekt „einen Meilenstein“ in der Geschichte der Eintracht: „Heute wurde eine gute Planungsgrundlage geschaffen.“ Am Abend siegten die Frankfurter im Rückspiel in der dritten Runde der Qualifikation zur Europa-League-Gruppenphase gegen Vaduz mit 1:0 (1:0). Das Hinspiel hatten die Hessen 5:0 in Liechtenstein gewonnen.

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