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Eintracht Frankfurt : Knipser gesucht

Ausblick: Adi Hütter hält Kurs bei der Eintracht Bild: dpa

Die Güteklasse der von der Frankfurter Eintracht für die nächste Saison erworbenen Kicker ist durchaus beachtlich. Ebenso beachtlich wie das Geld, das dafür investiert worden ist.

          In gut zweieineinhalb Wochen zählt es. Die Eintracht wird der erste Bundesligaklub sein, der ein Pflichtspiel absolviert. In der ersten von drei möglichen Qualifikationsrunden führt die Reise am 25. Juli nach Serbien oder Estland. Niš oder Tallinn, eine unbekannte Aufgabe wartet auf die Frankfurter Fußballprofis. Beseelt, sofort wieder zurück in die Gruppenphase der Europa League zu kommen, werden Spieler, Trainer und Betreuer in der Kürze der Zeit bis dahin alles dafür tun, um den Traum von Europa weiterzuleben.

          Adi Hütter hält dafür Kurs. Sich im Sommer in der Frische der Berge vorzubereiten, macht die Eintracht schon seit bald drei Jahrzehnten – mit wenigen Ausnahmen. Felix Magath schleifte seine Spieler lieber auf Usedom, Willi Reimann versuchte es auf Sylt, und Thomas Schaaf machte mit der Eintracht seinen zwölften Trainingslageraufenthalt auf Norderney perfekt. Hütter ist ein Mann der Berge. Er kommt aus den Bergen – dort will er seine Spieler fit machen und auf die vielschichtigen Anforderungen vorbereiten. Anders als in zurückliegenden Jahren hat die Eintracht schon einige vielversprechende Spieler verpflichtet.

          Beachtliche Güteklasse

          Das ist gut so, denn Hütter hat nicht viel Zeit, um sein Team richtig in Schwung zu bekommen. Die Güteklasse der bislang neu Hinzugekommenen ist durchaus beachtlich. Ebenso beachtlich wie das Geld, das dafür investiert worden ist. Allein für Djibril Sow und Dominik Kohr mussten die Frankfurter Ablösesummen von insgesamt rund 19 Millionen Euro überweisen. Auch für den jungen serbischen Stürmer Dejan Joveljic, von Hütter als „absoluter Knipser“ bezeichnet, dürften fünf Millionen Euro Ablöse auf den Balkan geflossen sein. Geld, das sich die Eintracht auch und vor allem in der Europa League verdient hat.

          Was in diesem Jahr möglich ist, bleibt schwer einzuschätzen. Die Eintracht benötigt noch weitere erstklassige Zugänge, die der Mannschaft sofort helfen. Auch wenn es schwierig sein dürfte, Stürmer Luka Jovic zu ersetzen. Jovic war in der zurückliegenden Saison mit seinen insgesamt 27 erzielten Toren ein wirklicher Knipser für die Eintracht. Spannende Zeiten also für die Baumeister der Frankfurter Mannschaft, für Trainer Hütter, Sportvorstand Fredi Bobic, Sportdirektor Bruno Hübner und Kaderplaner Ben Menga. Sie haben in der Vergangenheit bewiesen, dass sie ihr Handwerk verstehen und die Eintracht besser machen können – und sind jetzt ein weiteres Mal gefordert.

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