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Eintracht Frankfurt : Massive Abwehr gegen Bremen

  • -Aktualisiert am

Umworben von der Eintracht: Martin Fenin Bild: AP

Auch wenn die Stürmer Ante Rukovina und Nikola Kalinic nicht an den Main wechseln werden, könnte der tschechische Nationalspieler Martin Fenin ein prominenter Neuzugang werden. Im Spiel gegen Bremen wollen die Frankfurter kompakt stehen.

          Am Freitagmittag um 12 Uhr ist die letzte Transferliste der Deutschen Fußball-Liga (DFL) für die sommerliche Wechselperiode erschienen. Nur Spieler, die Aufnahme auf diese Liste gefunden haben, konnten noch bis Mitternacht den Verein wechseln. Bis 23.59 Uhr mussten die Verträge zumindest per Fax der DFL vorliegen. Damit war klar, dass die beiden von der Frankfurter Eintracht umworbenen Stürmer von Hajduk Split, Ante Rukovina und Nikola Kalinic, nicht an den Main kommen werden, zumindest nicht mehr in diesem Sommer.

          Beide Angreifer standen nicht auf der Liste. Dafür ein anderer Profi, auf den sich das Interesse der Eintracht konzentrierte. Martin Fenin, 20 Jahre alt, Stürmer von tschechischen Klub FK Teplice, wurde kurzfristig auf die Transferliste gesetzt. Heribert Bruchhagen, Vorstandsvorsitzender der Eintracht blockte gestern Mittag noch ab. „Es gibt viele Vereine, die Interesse an Fenin haben“, sagte der Eintracht-Chef, „ich sitze ganz entspannt bei einer Tasse Kaffee.“

          „Wichtig ist, dass wir Werder keine Räume bieten“

          Doch in Wahrheit hat sich die Eintracht intensiv um den Nationalspieler bemüht, der gerade letzte Woche beim Spiel der Tschechen in Österreich sein Debüt in der Nationalmannschaft gefeiert hatte. Fenin sei „gut, schnell, ballsicher“, sagte Trainer Friedhelm Funkel, „er ist ein Spieler mit Perspektive, ganz so, wie ich es gerne habe.“ Funkel konnte und wollte das Interesse nicht bestätigen und nicht dementieren, erinnerte aber daran, „dass die Eintracht immer für eine Überraschung gut ist.“ Martin Fenin, der von der U 16 bis zur U 20 in allen tschechischen Auswahlmannschaften gestanden hat, war seit vielen Wochen als Kandidat für den SV Werder Bremen gehandelt worden.

          Doch zur Wochenmitte hatten die Bremer abgesagt, weil sie mit Martin Harnik einen Perspektivstürmer in den eigenen Reihen haben. Am Mittwoch hatte Eintracht-Coach Friedhelm Funkel am Rande des Bremer Champions-League-Spiels in Zagreb lange mit dem Kollegen Thomas Schaaf gesprochen, womöglich auch über Fenin. Er habe „Informationen eingeholt“, gab Funkel zu, „danach könnten wir bei Fenin keinen Fehler machen.“ Offen war noch, ob die Eintracht bereit ist, eine Ablösesumme in Millionenhöhe zu bezahlen.

          Beim Auswärtsspiel am Samstag in Bremen muss die Eintracht in jedem Fall noch ohne neuen Stürmer auskommen. „Kein Problem“ für den Trainer, denn neben Ioannis Amanatidis, der von Beginn an spielen wird, steht auch wieder Naohiro Takahara im Aufgebot. Der japanische Nationalspieler wird zunächst auf der Bank sitzen. Die einzige offene Frage um die Aufstellung war, ob Friedhelm Funkel Christoph Preuß oder Benjamin Köhler für die Anfangsformation nominieren würde. „Wichtig ist, dass wir in der Abwehr geschickt stehen und Werder keine Räume bieten“, sagte Funkel.

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