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Gewalttätige Fans : Eintracht-Hooligans provozieren Massenprügelei

Einsatz beim Basketballspiel: Die Angreifer stammen aus dem Umfeld der gewalttätigen Eintracht-Fans. Bild: Imago

Bei einem Angriff auf griechische Fans nach einem Basketballmatch ist ein Mann schwer verletzt worden. Einige der Angreifer sind bereits polizeibekannt.

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          Nach einem Spiel der Frankfurt Skyliners gegen Aris Thessaloniki ist es am späten Mittwochabend an der Ballsporthalle in Unterliederbach zu Ausschreitungen gekommen. Mehrere Personen wurden verletzt, ein Mann so schwer, dass er bewusstlos ins Krankenhaus gebracht wurde, wie die Polizei mitteilte. Er lag bis gestern Morgen im künstlichen Koma, konnte dann aber aufgeweckt werden. Die Polizei nahm 26Personen fest – unter ihnen mehrere Gewalttäter, die sich als Fußballfans von Eintracht Frankfurt bezeichnen.

          Katharina Iskandar

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Polizei geht davon aus, dass das Motiv für die Auseinandersetzung auch in der Fußball-Ultra-Szene zu finden ist. Konkret bezieht sich die Polizei auf die anstehende Partie der Eintracht gegen Borussia Dortmund. Das Basketballspiel habe quasi nur als „Bühne“ gedient, um schon vor dem Fußballspiel am Wochenende mit Gewalttaten zu provozieren, sagte ein Sprecher. Die Konfliktlinien seien „höchst komplex“.

          Auf dem Parkplatz aufgelauert

          Nach Angaben der szenekundigen Beamten der Polizei, die in die Ermittlungen involviert sind, werden die Anhänger von Aris Thessaloniki von den Eintracht-Ultras als „Feinde“ betrachtet, weil der griechische Verein seit Jahren schon eine Fanfreundschaft mit Dortmund pflegt. Die Borussia wiederum gelte als geradezu „verhasst“, weshalb auch die Partie am Wochenende als Risikospiel klassifiziert ist. Ob es vor der Schlägerei schon Provokationen zwischen den Fans, etwa in Internetforen, gegeben hat, wird derzeit ermittelt, wie der Polizeisprecher weiter sagt. „Wir stehen bei der Aufklärung und Rekonstruktion der Ereignisse noch ganz am Anfang.“

          Nach dem Stand der Ermittlungen hat es sich bei der Aktion um einen gezielten Angriff auf die Anhänger von Aris Thessaloniki gehandelt. Das berichteten mehrere Zeugen. Demnach hätten die etwa 40 Angreifer, darunter mehrere polizeibekannte Eintracht-Ultras der Kategorie „C“, die als Gewalttäter schon registriert waren, den griechischen Fans nach dem Spiel auf dem Parkplatz aufgelauert. Manche seien vermummt auf sie zugestürmt und hätten auf sie eingeschlagen. Die Thessaloniki-Fans seien von dem Angriff überrascht gewesen, hätten sich dann aber gewehrt.

          Mehr Polizei beim Eintracht-Spiel gegen Dortmund

          Zeugen berichteten weiter, die Situation sei „sehr chaotisch“ gewesen. Als die Verstärkung der Polizei eingetroffen sei, seien viele der Angreifer schon geflohen gewesen. Insgesamt sollen 50 bis 70 Personen an der Auseinandersetzung beteiligt gewesen sein. Die Polizei nahm schließlich all jene Männer fest, die sie zu dem Zeitpunkt noch auf dem Parkplatz und im Umkreis der Auseinandersetzung zuordnen konnten. Das waren elf Anhänger der Eintracht und 15 Thessaloniki-Fans. Das Basketballspiel war nur von gut einem Dutzend Polizisten begleitet worden – wie es für solche Sportveranstaltungen üblich sei, erläuterte der Sprecher. Als es dann zu der Schlägerei kam, riefen diese Verstärkung.

          Ein Sprecher der Eintracht-Frankfurt-Fußball-AG wollte den Vorfall gestern auf Anfrage nicht kommentieren. Auch über mögliche Sanktionen gegen die mutmaßlichen Täter schwieg er sich aus. Die Partie morgen gegen Dortmund wird von der Polizei mit einem Großaufgebot an Beamten begleitet. Aus der Behörde hieß es, da es sich um ein Risikospiel handele, seien ohnehin mehr Beamte im Einsatz als gewöhnlich. Ob nun zusätzliche Kräfte für das Stadion und drum herum abgestellt würden, sei nicht entschieden.

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