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Eintracht auf Nummer sicher : Neue Trümpfe für Hütter

  • -Aktualisiert am

Beinfreiheit: Szene aus Frankfurt gegen Dortmund mit den Spielern Piszczek und Kostic (rechts Bild: dpa

Die Eintracht ist eine der Attraktionen des Bundesligageschäfts. Der Punktgewinn gegen den Spitzenreiter aus Dortmund ist ein weiterer Beleg für die fußballerische Klasse dieser Frankfurter Mannschaft.

          Eines lässt sich nicht abstreiten: Der Mut zum Risiko ist ihnen gut bekommen. Seit Fredi Bobic bei der Eintracht die Verantwortung als Sportvorstand übernahm, kennzeichnet die Transferpolitik ein Hang zu unorthodoxen Entscheidungen, die sich so oft bezahlt machten, dass dadurch in den vergangenen beiden Jahren viele Erwartungen übertroffen wurden – und lange unrealistisch anmutende Ziele in den Fokus rückten. Der Klub prosperiert auf allen Ebenen und verwandelte sich in eine der Attraktionen des Bundesligageschäfts, mit der auch in der Rückrunde zu rechnen sein wird. Der Punktgewinn gegen den Spitzenreiter aus Dortmund ist ein weiterer Beleg für die fußballerische Klasse dieser Frankfurter Mannschaft, die unter der Regie Adi Hütters gelernt hat, aus Fehlern rasch Lehren zu ziehen und unter Druck nicht den Glauben an die eigene Stärke zu verlieren. Die Reaktion, die das Team sieben Tage nach dem schmeichelhaften Remis in Bremen zeigte, hätte kaum eindrucksvoller ausfallen können.

          Die Absicht, in den kommenden Wochen die Position im gehobenen Tabellenmittelfeld zu behaupten, schlug sich auch in den jüngsten Geschäften im Winterschlussverkauf nieder: Es war vernünftig, in die Abwehrkraft der Mannschaft zu investieren. Wie Bobic das Vorhaben in die Tat umsetzte, ließ erkennen, dass er bei allen unkonventionellen Ideen, die mitunter sein Handeln kennzeichnen, auch pragmatischen Lösungen etwas abgewinnen kann. Die langfristigen Perspektiven (sportlich und wirtschaftlich), die bei der Auswahl der Spieler für gewöhnlich im Mittelpunkt seiner Planungen stehen, spielten bei der spontanen Hinzunahme Martin Hintereggers genauso eine untergeordnete Rolle wie bei der Übereinkunft mit Sebastian Rode.

          Offensiv-Power des Titelanwärters

          Die beiden Defensiv-Spezialisten sind – fürs erste – nur ausgeliehen und können sich bis Mitte Mai bewähren, um für eine dauerhafte Beschäftigung in Frage zu kommen. Machen beide so weiter, wie sie es insbesondere in der zweiten Halbzeit gegen Dortmund taten, als sie dazu beitrugen, dass sich die Offensiv-Power des Titelanwärters nicht entfalten konnte, hält Trainer Adi Hütter zwei zusätzliche Trümpfe beim Poker um die internationalen Plätze in der Hand.

          Um Großes in dieser bislang schon außergewöhnlichen Saison zu erreichen, bedarf es einer Abwehr, die öfter als zuletzt klärend eingreift. Ganz vorne mit ihrem Sturm-Trio sind die Frankfurter im Vergleich zur Konkurrenz schon jetzt über jeden Zweifel erhaben. Dass die drei Goalgetter, die schon für allerlei kunstvolle Fußballmomente gesorgt haben, künftig Unterstützung von neuen Kollegen erhalten (zu deren Kernkompetenz eher der Kampfgeist zählt), lässt vor allem eine Vorhersage wahrscheinlich erscheinen: Kleiner werden die Erfolgsaussichten der Eintracht dadurch nicht.

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